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44. Hinblick auf Gcmnths - und Geistcskrankhcitcn; liebst einerallgemeinen Bemerkung über das Bishergcsagte.
Eben so verhält die Sccle sich zum Geiste. Nur gcrufcu vonihm, tritt sie ihm zu seinem Dienst entgegen. Er sowohl, wieanderseits das Leben, leitet ihre äußern Sinne zum Gewahrender Außenwelt, ihre Aufmerksamkeit, ihr Gewöhnen, ihren Nach-ahmungstrieb, und bereichert ihr übcrdcm das Gedächtniß mitseinen Gedanken. Sic ist, zwischen ihm und dem Leib, die Ver-mittlerin; und, nur erst in ihrem Errcgtscin, rückwirkend, undwicdcrcrrcgcnd in beiden. Ihre Gewährungen, Empfindungen undGefühle werden, im Bewußtsein des Geistes, Vorstellungen.Sie verkündet ihm die Triebe des Lebens und deren Forderungen;er hinwieder genehmigt, oder verwirft diese, seinem eignen Gcsctz-thum gemäß.
Der innige Verein von Geist und Seele, das sich unmittel-bare Berühren und einander in Wechsclcrrcgnng Dnrchdringcnvon beiden, ist, was wir im gemeinen Sprachgebrauch mit demWorte Gemüth bezeichnen. Wie im Ncrvischcn sich Leben undSccle begegnen, gleichsam in einander fließen: so rinnen im Gc-müth Seele und Geist zusammen. Darum verbinden wir auchmit Gemüthskrankheiten.gewöhnlich einen andern Begriff,als mit bloßen Scclenkrankh eiten.
Krankheiten des Lebens können allerdings, durch Vermittlungder Seele, in sogenannte Gcmüths- und Geisteskrankheiten, inSchwcrmuth, Blödsinn, Verrücktheit u. s. w. übergehn. Hinwiederauch, durch seelische Vermittlung, können störende Einwirkungendes Geistes ans das Leben, dessen Geschäfte hemmen, dessen Werkeverderben. Wiederum kann der Leib erkranken, während der Geistin vollkommner Gesundheit wirkt und weset. Anderseits gibt es