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Seele, zu Empfindung, gegensätzlich werden, erzeugen darinimmer nur einen ihnen entsprechenden Schmerz, oder eine Wollust,die durch Rückwirkung aus das Gegliedcr selten oder nie für diesesnachtheilig werden kann. Ich spreche hier nur vom Seelischen,wie cs sich, unverbunden mit gcistischem Wesen, in der Thierweltdarstellt; nicht wie im Menschen.
Es läßt sich wohl nicht läugnen, daß das Gefühl anhaltender,maßloser Angst und Furcht verderblich auch in das Thierlebcn ein-greifcn, allgemeine Abspannung und Entkräftung, und eben so,wie übergroßes Schrecken, selbst für den Nervenbau zerrüttend,dem Leben schaden könne. Eben so wissen wir, daß die Liebemancher Thiere für ihre Jungen, nach deren Verlust, sic zu einemGrade von Traurigkeit treiben kann, der rückwirkend auf ihreLcbensthätigkcit, diese verzehrt, alle andern Triebe schwächt, selbstden zum Genuß der Nahrung. Doch, wie gesagt, gehören Lebens-Krankhcitserscheiunngen dieser Art zu den Seltenheiten.
Scclcnkrankhciten, durch irre Einwirkungen des Lebens.
Zahlreicher hingegen sind die Seelenkrankheiten, welcheaus den Mängeln des Lebens und seiner Haushaltung in den ver-schicdncn Theilen seiner Gliederungen, und noch mehr ans derStärke seiner nach Sättigung ringenden Triebe hervorgehen. Auchdas Leben der Pstanze hat dieselben Triebe. Auch deren unvoll-kommne oder ganz versagte Befriedigung bringt Krankheit undselbst Tod. Aber im Thiere sind sie durch Empfindung ge-schärfter, und, durch gewaltsame Rückwirkung des Seelischen aufdas Nervenlebcn, zerstörender. So erzeugt der Ungestüm desnichtgestilltcn Begattungstricbes in manchen Thieren zuletzt eineArt Wahnsinns, der sie allen ihren Gewohnheiten entrücken, ihre