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fic schon eine Zeit lang gepriesen werden mochten. Auch dieWissenschaften haben ihre Tage der Mode. Zn jedem solcherGrundsätze lag Wohl eine einzelne Wahrheit, aber nicht das all-gemeine Wahre. Wenn die Einen das einseitige Zuoiel und Zu-wenig, Ncbcrfälle oder Schwäche der Erregbarkeit nnd Erregtheit(Sthenie nnd Asthenie) für das hielten, was jedem Leben Ver-derben bringe, irrten sie nicht; wohl aber darin, daß sie das Be-sondre zum Allgcmcingcltenden erhoben, und mit künstlichen Reiz-mitteln einwirktcn, wo kein Znvlcl und Zuwenig der Grund desLeidens war. Andre glaubten dem in seinem Wirken gestörtenLeben am naturgcmäßesten zu. helfen, indem sie ein vorhandenesUebcl durch ein künstlich erregtes, gleichartig scheinendes, (homöo-patisch) übcrzuleitcn suchten. Sie irrten darin nicht, daß sie demNaturgesetz des Ucbergangs vom Gleichartigen znm Gleichartigenfolgten; wohl aber darin, daß sic cs in allen Fällen anwendbarwähnten, welche die äußerlich ähnlichen Erscheinungen darbotcn,ohne den entfernter» Ursitz des Nebels, und die gleichartige Wirk-samkeit der Gegenmittel zu kennen. Das Weiseste ihres Ver-fahrens aber blieb unstreitig, der Natur des Kranken zu seinerSelbsthcilung mehr, als der Kunst, zu vertrau«, und die Thätig-kcit des in seinem Gebilde schaffenden Lebens durch naturgemäßereund behutsam gewährte Errcgungsmittel zu unterstützen.
Die Störungen des Lebens in seinen Verrichtungen; die Be-schränkungen nnd Lähmungen seiner Thätigkcit, durch Mangel,oder Ucbermaß, oder Einseitigkeit der Einwirkungen von Stoffenund Bcwegkräftcn der Außenwelt, Hab' ich schon früher (52.), inleichten Zügen, angedcutet. Aber auch die seelischen Bewegungen,die Rückwirkungen der Gefühle aus den Leibesbau,können für das Leben eine Quelle seiner Einheitsstörnngcn wer-den. Indessen rinnt diese Quelle sparsamer, als jene. Denn dieverlangenden oder befriedigten Lcbenstriebe, wenn sie sich in der