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den und Gefühlen gereizt, die sich in ihnen laut machen würden,wenn sic den Gegenständen wachend in der Wirklichkeit begegneten.
Alles Träumen ist ein Regesein der Seele in ihr selber.Sic schleicht gemach ans dem Hintergrund, wohin sic trat, wäh-rend der Leib schlief, wieder, aus den Nervenbahnen, hervor, nachallen Gegenden des Körpers. — Es ist ein willkürloses Tändelnund gegensätzliches Spiel der Innen-Sinne, unter den Bilderndes Gedächtnisses. Erst später dann bemächtigt sich das seelischeWesen auch der äußern Sinnorgane wieder, und es entstehtvolles Erwachen. So beim Thier. Aehnliches auch im Menschen,nach Vollendung des Lcibesschlafes, nur mit dem Unterschiede,daß der denkende Geist später noch, als die Seele, erst wenn sieselbst ihrer leiblichen Werkzeuge wieder mehr Meisterin geworden,aus seiner Jnsichgeschlossenheit heraustritt. Sein Erscheinen ver-kündet sich in der ausdämmcrnden Klarheit, welche das Licht desBewußtseins sanft über die Gegenstände des Traums wirst. Erkennt sie; aber noch ohne Urtheil über sie. Und ohne sein Wollenüber sie geltend zu machen, gleicht er einem bloßen Beschauer desSpiels. Er sieht verstorbne Bekannte wieder, wie im Alltags-leben, vor sich wandeln; und, ohne Verwunderung, sieht er Un-möglichkeiten mit einander seltsam verbunden, bis er in größererMacht nahend, sich ins verworrene Spiel mischt und es verstän-diger regelt.
Man nennt den Traun, oft ein Werk der Einbildungskraft.Er ist dies nie tm Thicre, und selten im Menschen: sondern, wiegesagt, nur ein seelisches Regcwerdcn im Organ des Gedächt-nisses. Das Thier hat keinen Willen, daher auch keine Einbil-dungskraft (96.). Es kann nicht aus eignem Vermögen dieVerwirrung der Gcdächtnißbilder anders ordnen, als sie, durchden Reiz der Lcbenstricbe angeregt, sich, in ihrer Gleichartigkeitmit Gleichartigem, nothwendig znsammengesellcn und folgen. DasZsch. Selbstschau. II. 7