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2 (1853) Welt- und Gottanschauung
Entstehung
Seite
186
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größer, dem wir unablässig unsre Beachtung zulcnkcn; er wird mil-der, wenn wir uns zerstreuen, das heißt, die Aufmerksamkeit nachandern Richtungen leiten. Wir wissen, daß nicht selten kranke Per-sonen sich in ihrem Innern selbst aushorchcn, und die leidendenStellen, und die Forderungen des Lebens in ihnen, zu entdeckenim Stande sind.

66. GewohnhcitSsi»».

Es ist ursprünglich wohl der ans dem thicrischcn Leben hcr-vorgehende Trieb nach Sicherheit und Selbsterhaltung, welcherzunächst den Jnnensinn des Aufmerkens anregt. Thier und Pflanzehaben nur da gesichertes Dasein, wo den Bedingungen desselbendas sie Umringende entspricht und ihnen Verwandtes ist. DerFisch gedeiht im Wasser und stirbt an der Lust; der Vogel hin-wieder im entgegengesetzten Element. Wo Klima, Boden, Nah-rung u. s. w. den Pflanzen zusagt, entwickeln sie sich mit Leich-tigkeit in Fülle und Kraft. Der naturgemäße Zustand derbelebten Geschöpfe ist ihr gewöhnlicher. Ein ungewöhnlicher,darum minder naturgemäßer, wenn auch nicht naturwidriger (denndieser höbe das Dasein ans), ist derjenige, welcher die Dascins-bcdingnngen unvollkommen befriedigt, und zur Stillung der Lebcns-tricbe, statt der eigentlichen Mittel, nur Ersatzmittel gewährt.Wenn auch mühsam, schmiegt sich aber doch endlich, bei anhal-tender und wiederholter Darreichung des Ersatzes, und bei nn-vcrwcigcrter Erfüllung aller übrigen Forderungen, das Wesen desLebens dem begränzten Verhältniß allmälig an, nnd wohnt sichgleichsam darin ein. Es übt seine Verrichtungen diesen cngernSchranken gemäß. Des Gärtners Kunst eignet das ausländische Ge-wächs endlich den Einwirkungen eines fremden Himmelsstriches an,