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2 (1853) Welt- und Gottanschauung
Entstehung
Seite
175
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nach einer blauen Fläche gelber Schein in s. w. Unsre Naturlehrer nennen diese innern, oder im Seelischen erregten, Farben-Erscheinungcn, zufällige (komplementäre, subjektive); als wennsie nicht eben so nothwendige, denn die durch Anßenlicht in unserregten wären, weil sie beide ganz die gleichen sind.

81. Das Anßcnlicht, lind dessen Farbe»-Erregung.

Das Anßenlicht, welches in gradlinigtcn Strahlen, mit einerSchnelligkeit von mehr, denn 40,000 Meilen in der Sekunde (alsomit ungefähr gleich schnellem Lauf der elektrischen Flüssigkeit),die Sehnerven trifft, betäubt dieselben, blendet sie, wenn es nichtgemildert ist. Nur gemäßigter Lichtrciz im Sehstnn bewirktFarbcnempfindung und Unterscheidbarkeit des Beleuchteten.Lichtmkldcrung entsteht durch Minderung entweder der Schnellig-keit, oder der Dichtheit der Strahlen. Und eins, wie anderes,wird bewirkt durch Zerstreuung, oder durch Brechung, oderBindung, oder Verschattung des AußcnlichtS. Darüber nocheinige Worte.

Zerstreuung des Lichts wird schon durch den eigenthüm-lichen, gradlinigen Lauf der Strählen verursacht, in welchem sicnach allen Seiten von ihrem Ausgangspunkt aus einander fließen;und die Lichtstärke nimmt in demselben Verhältnis; ab, in welchemdas Geviert der Entfernungen znnimmt. Nicht alle Strahlenhaben aber gleich schnelle Bewegtheit. In der blendendenStrählcnmasse sind die des stärksten und schnellsten Laufs nnge-trennt vermischt. Den ersten Grad ihrer Trübung nennt manWeiß; den zweiten Gelb.

Durch die bekannte Brechung des Lichts (z. B. im Prisma,Regen u. s. w.) werden die Strahlen noch mehr zerstreut und, imVcrhältniß ihrer Bewegungs-Geschwindigkeit, aus einander ge-