schieden. Diese Scheidung ist also an sich schon Lichtmilderung.Das Gelbe aber hat die meiste Lichtstärke behalten, und für sichallein soviel, als das Grün, Blau, Indigo und Violet zusammen.Es ist nur darum gemilderter, als Weiß, weil sowohl die Strählender schnellsten, als schwächsten Bewegung, von ihm seitwärtsentwichen sind. Denn jene werden, vermöge ihrer Schnelligkeit,am wenigsten durch das brechende Mittel von ihrem gradlinigenLauf abgclcnkt, oder gebrochen; hinwieder die langsamen am mei-sten. Jene sind darum in ihrem raschern Flug auch wärmczeugcnder,als diese. — Die Strahlen der schnellsten Bewegtheit vereinensich, als Roth zeugendes Licht, das weniger Stärke hat, daherin nicht so weiten Entfernungen gesehn werden kann als Gelb;weil alle Strahlen mittlerer und schwacher Bewegung von ihmgetrennt find. Es hat mit der Masse, an Kraft cingcbüßt.Strahlen der langsamern Schwingung wirken, eben wegen ihrermindern Geschwindigkeit, mit schwächer«: Reiz auf den Sehsinn;weil sic wegen ihrer größer« Brechbarkeit weiter zerstreut, also inihrer Masse verdünnter sind. Sie sind mithin vermehrte Trübungdes Hellen, das Blau zeugend").
') Diese meine, hier nur bündig angedeutcte Hypothese ward durchoptische Beobachtungen, welche jünger find, als jene, bekräftigt. NachJohn HerschelS Untersuchungen hat Roth die stärksten, Violet dieschwächsten Schwingungen. Er drückt dies Verhältniß in folgendenProportionSzahlcn auö:
Roth: 266.
Gelb: 227,
Violet: 167.
Ein ähnliches Verhältniß der Wärme-Erregung durch farbigeStrahlen gibt auch Harry Englefield, nach seinen Beobachtun-gen und dazu entworfnen Tabellen, an; das Thermometer stand