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sindnng der Finsterniß, noch Helligkeit; so wenig, als er mit derHand, oder einem andern Thcil seines Leibes, sehn kann. BeimBlinden begegnet das Nnßenlicht in seiner Fortpflanzung keinemdurch sie erregbaren Stoff, oder keine verwandte Bewcgkrast; wasdurch irgend einen Fehler des Lcbcnsgcbildcs, sei cs im Auge,oder in den Sehnerven veranlaßt wird. Allgemeine Verminderungder Erregbarkeit wird znm schwachen Sehen. Thcilweise Fehlerim Stoff, oder Ban der Sehnerven, wodurch sie theilwcis uncr-regbar, gleichsam unbewegbar für die Seele werden, haben einnur theilwcises Sehen znm Erfolg. Dies ist der Fall bei Personen,welche zwar nah und fern die Formen der Gegenstände vortreff-lich und scharf unterscheiden können, aber nicht die Farben, son-dern diese häufig mit einander verwechseln. Sie sind, bei nähererPrüfung, entweder rothblind oder blaublind; das heißt, siehaben keine Empfindung vom Rothen, oder vom Blauen. Mir istweder ans fremder, noch eigner Erfahrung ein Beispiel von Gelb-blindheit bekannt geworden. Ich habe Grund zu glauben, diesestehe der Stockblindhcit gleich. Ungefähr ähnliche thcilweise Fehlerdes Stoffs; oder Baues der Gehörnerven, mögen den Mangeldes sogenannten „musikalischen Gehörs " verschulden. Me scharfauch Personen, denen dieses abgeht, die leisesten Laute empfindenmögen, sind sie doch unfähig znm zarten Unterscheiden und Be-gränzen bestimmter Töne.
Daß Helligkeit und Farbe nicht eigentlich etwas außer uns imLichte, sondern in uns Hervorgcbrachtcs sei, davon belehrtschon jede andre auf die Nngennervcn bewirkte Erschütterung. EinStoß, ein Druck gegen die äußerlich geschlossenen, empfindlichenSehwerkzcugc, oder ein galvanischer Reiz in denselben, ruft darinlichtische Erscheinungen hervor. Beim anhaltenden, angemessenenDruck des Augapfels sicht man sogar dessen Hintergrund innerlich;so wie, nach jeder Blendung von zu starkem Sonnenlicht, vor uns