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ocm Grade der Stärke sie begleitender Empfindungen und Gefühle,mehr oder minder heftige, Aufwallungen (Affekten) sein können.
Es versteht sich von selbst, daß die Begierden des Thiers, wieschrecklich und zerstörend sie sein mögen, weder ein Gepräge vonSittlichkeit, noch Unsittlichkeit an sich tragen. Dem vernunstloscnGeschöpfe fehlt, mit der Kcnntniß des Rechts und Unrechts, auchTugend und Sünde. Man Pflegt wohl dem Thicrc Dankbarkeit,Gehorsam, Liebe, Treue u. s. w. znzuschreiben, was doch nurErfolge der Gewöhnung sind. Häufig sinkt der Mensch, mitseinen Begehrlichkeiten und Leidenschaften, inVerthierung. Aberzur Geisteswürdc läßt sich kein Thier vermenschlichen.
59 Acutzcrc Sinne des Bctastens, Schmeckens, NicchcnS, Sehensund Hörens. Parallclismus der Sinne.
Das durch die ganze irdische Lcbenshüllc ansgcbreitcte seelischeEmpfinden (57.) geht, in den fünf äußern Sinnen zu beson-dern EmpfindungSartcn, gegensätzlich in sich, ans einander. Denallgemeinsten Gegensatz znm Empfinden bildet der meist über dieOberfläche des Leibes ausgedehnte Tastsinn, der sich, im Ge-schmack, gleichsam znm Betasten des im Tropfbarflüsstgen Aufgelös-ten, und im Geruch znm Betasten des Dunst- nnd gasförmigenStoffes verfeinert. Während der Tastsinn nur über Widerstand desHarten, Flüchtigen und Weichen, so wie über Umgränzung desselbenKunde gibt, schweigen darüber Schmeck- nnd Ricchsinn. Diese unter-scheiden das durch Atome in ihnen Erregte, als Empfindung desSauren, Süßen und Bittern. Allein das durch sie Gewahrte istin beiden (Geruch nnd Geschmack) so unbestimmbar, daß es selbstschwer fällt, den Eindruck davon bestimmt im Gcdächtniß zu er-neuern; und ist einander so verwandt, daß die Sprache fast allerVölker dafür nur einerlei Namen gegeben hat.