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steht gänzlich zum Dienste des Lebens und des Schaffens, Einedunkle Gemcinempfindnng, wie außerhalb', so innerhalb desthierischcn Leibes, deutet auf das, was den LcbenSgcsetzcn ent-sprechend, oder widerwärtig ist. Die Seele gibt den Lcbcnstricbcngleichsam eine Stimme, um sich lauter zu machen.
58. Gegenseitiges Einwirken des Lebens und der Seele auseinander.
Die durch Lcbcnstriebc im Seelischen erregten Empfindungenheißen Begierden.— Triebe sind Forderungen vom Gcsctzthumdes Lebens, in Pflanzen und Thicren. Die Grundtricbe in beiden,Sclbstcrhaltung und Fortzcngnng ihrer Art, sind auch dieeigentlichen Grnndbegicrden in beiden; sie sind cs im Menscheneben so, wie im Thierc.
Der Trieb der Sclbstcrhaltung wird im Thierc, ohneAhnung Pom Tode zu haben, zur Begier seiner LebcnSbewahrung.Es strebt, jeder Gefahr zu entrinnen. Es kennt, unbekümmert»m alles Andre, nur seine eignen Bedürfnisse; sorgt nur für sich;wie, ihm ähnlich, durch Selbstsucht (Egoismus), der Th i crmcnsch.Diese Sclbstgicr wird in einer Doppclbeziehnng znm Nahrungs-nnd Sicherheits-Begehren. Der NahrungStrieb der Pflanzewird im Seelischen zur Habgier alles dessen, was zur Stillungdes Hungers-, oder znm Sinnenkitzel dienen kann; wie im Menschendie mehr, als dies, umfassende Habsncht. Bei den meisten Thie-ren erfolgt, nach Sättigung des Bedürfnisses, gleichgültige Ver-nachlässigung und Verschleuderung vom Neberrest des Futters, ähn-lich der menschlichen Verschwendung; oder bei andern ein instinkt-mäßig porsorgcndcs Anfbcwahrcn desselben, mit Feindlichkeitgegen andre Geschöpfe, die davon begehren; ähnlich dem mensch-lichen Geiz. Das schwächere Thier blickt auf die Mahlzeit desstärkern voll Neides.