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2 (1853) Welt- und Gottanschauung
Entstehung
Seite
167
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Sinuc dünken uns vvu ticferstehender, der für Fernes unsNichtgcgenwiirtigcs, non höherer Art zu sein. Davon künftig.

Das Hedysarum und manche andre Pflanze zeigt uns Muskelrcizbarkcit (Irritabilität), aber kein Empfinden ihres Selbstes,in Behaglichkeit und Unbehaglichkeit. Empfindung ist die ein-fachste und erste Aenßerung einer Einzclsccle, welche sich, durchsLeben, mit Stoffen und Bewegkräften verbunden hat. Sie durch-stießt und umschwebt das kleinste Nnfgußthierchen, wenn irgend-wo im Wasser Lcbstoff zu Schleim gerinnt, woran sich vom Urlcbenund Urseclischen anhängen kann. Aber in diesem Einfachen liegtschon, (wie im Samen der Eiche und Ccdcr, die EntwickclungS-macht des künftigen Baums,) der Keim aller übrigen Sinne ein-geschlosscn, obgleich die äußern Werkzeuge dafür noch fehlen. Esist da nicht bloßes leibliches Lust- und Schmerz-Empfängen vor-handen, sondern schon sehr dunkles Gewahren dcr Anßendinge undihres Einflusses ans die Wirksamkeit des Lebens; dunkles, weilnoch durch keine Sinnwcrkzcuge. Wir bemerken dies an jenenThierchcn, denen noch jene Sinnorgane mangeln, und die sich,ehe man sic nur berührt, wie von drohender Gefahr znsammen-ziehn, oder entweichen.

Zu diesem über das thierische Lebcnsgebilde hinaus-gchendcn Empfinden und Gewahren, welches wenigstens nichtdurch Vermittlung eines dcr fünf Sinne geschieht, scheinen auchmanche jener seelischen Aeußcrungcn zu gehören, die, wie schongesagt, man unter dem Namen der Sympathien und Anti-pathien zu begreifen pflegt; eben so jene (rhabdomantischc) Em-findlichkcit mancher Personen für verborgene, unterirdische Wasser,Erden, Salze, Metalle u. s. w.; oder die Wahrnehmungen, welche,ohne Vermittlung der Außcnsinne, von Nachtwandlern und Mond-süchtigen gemacht werde».

Dies allgemeinste und erste Sich-Acnßcrn des seelischen Wesens