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2 (1853) Welt- und Gottanschauung
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dennoch beseelte Gewächse; denn sie tummeln sich in reger Be-wegnng durch einander; weichen einander ans; gewahren sich gegen-seitig und flüchten vor Störungen, die in ihrem flüssigen Elementverursacht werden. In Muscheln und Schnecken, schon mit Ein-geweidenundZeugungstheilcn versehen, äußert das Seelische größereEmpfindlichkeit; schärfere Gewährung der Dinge. Insekten, voll-ständiger, als jene, ausgcbaut, größtcntheils in getrennten Ge-schlechtern, zeigen endlich auch schon einige äußere Sinncnwcrk-zcuge zum Behuf des sie beseelenden Wesens; mehr noch die Fische;mehr noch die Vögel. Aber das vollständige Gliederwerk, diefämmtlichen Sinnwcrkzeuge, wie solche auch der Mensch besitzt,haben, in vcrschiedner Gestaltung, die Säugthierc empfangen. Inihnen offenbart sich daher das Seelische für uns mit mannigfaltig-ster Eigenthümlichkeit am hellsten, besonders in den vollkommnernSängthicrcn, wie Hunden, Affen, Elcphanten, Pferden u. s. w.Wir bemerken im Körperbau derselben besonders eine größere Mengevon Nerven, die das cigengcartete Leben vom Gehirn und Rücken-mark fast nach allen Gegenden des Leibes, und nach allen äußernWerkzeugen der Sinne, wie vorzügliche Leiter, wie Hauptstraßenseelischer Wirksamkeit, ansspinnt. Aber auch bei den untersten,unvollkommensten thicrischen Gattungen ist noch Nervengewebe zuerkennen. Wahrscheinlich ist der ganze, gallertähnliche Bestand dieserGeschöpfe von ncrvischcr Art; seelisch umflossen und durchdrungen.

Um das Leben an und für sich im Wirken und Schaffen rein,ohne irgend eine Einwirkung vom Wesen der Seele, zu beobachten,Hab' ich es, in der vorhergehenden Betrachtung (44.) mit seinenVerrichtungen nur in der Pflanzenwelt angeschaut. Eben somag das Seelische für sich allein, und in seinen Eigcnthüm-lichkeitcn, unveredelt durch Einwirkungen (26.) des Geistes, inder Thierwclt am besten erkennbar gemacht werden können. Nochheutiges Tages wird von Vielen Seele und Geist für das Gleiche