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2 (1853) Welt- und Gottanschauung
Entstehung
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161
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durch Erregung geweckt, wirkend hervortretcn? Jst's nicht ebensodas überall waltende Ur-Lcbcn des Alls?

Wie das Ur-Leben, wie die Urkraft nur gcwahrbar wird, wennes, mit Stoffischcm verbunden, sich darstcllt: sv kennen wir auchdie Wcltseclc nur, wenn sic, irdisch eingcklcidct, uns im Endlichenbegegnet. Aber es reden tausend nnläugbare Erfahrungen davon,daß das seelische Empfinden und Gewahren bei Thiercn und Men-schen seine Sphäre oft weit über die äußern Leibes- undSinnengränzen ausdehnt, wie in Antipathien, sogenanntenAhnungen, schlafwanderischen Zuständen, Nervenkrankheiten«, s. w.bemerkbar wird. Es muß ein Erregen und Errcgtwcrdcn der Einzel-seelcn gegenseitig möglich sein, vermittelst der das All durchfließen-den Weltseelc; auch unvermittelt durch Stoffe, Kräfte und Lebens-gattnngen. Ich sage möglich, weil Thatsachcn zeugen. Dochdavon künftig.

56. Allgemeiner Stand des Seelische» zum Leben.

Stoffe sind Träger der Bewcgkräfte; diese sind die Trägerinnendes Lebens; das Leben hinwieder ist der Träger des Seelischen.Und gleichförmig, wie sich das Leben zu immer vollkommner ge-gliederten Gewächsen entfaltet in der Pflanzenwelt: so stuft sichdas Seelische, so die Thierwelt, neben der Pflanzenwelt, gleich-laufend, vom Allgemeinsten, Einfachsten, in sich kaum Unterscheid-baren, zum Vollendetsten heran.

Wir erblicken, auf den untersten Stufen des Beseelten,die Weichthicrc, Polypen und Korallen, fast ohne Gliederung,geschlechtlos; kleinen, den Augen oft ungcwahrbarcn Schleim-bläschen, oder zu Röhren verlängerten Blasenformcn, ähnlichSie sind noch ohne Eingeweide, sogar ohne Sinnwerkzeuge, undZsch. Selbfischau. II. 6