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2 (1853) Welt- und Gottanschauung
Entstehung
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55. Die Weltseclc.

Die ihr eignes Selbst gewahrende und fühlende Natur, aberzm» Anderssein in sich gegensätzlich gewordene, können wir mitden Name» der Urscclc oder Weltseclc bezeichnen; wie wiruns auch erlaubt haben, das allgemeine, erste Anderssein ihresSachlichwescns, Urswfstschcs, oder ihres Wirkens, Urkraft, oderihres EinheitSänßernS, Nrlebcn zu nennen. Und wie sie in allenSphären ihrer Wirksamkeitsartnngcn wieder vom Allgemeinen zumBesonder», und in die mannigfaltigsten Einzelheiten auseinandertritt: so auch, als Wcltscelc in das Zahllose der Einzel-Seelen, die, wie die Wcltsccle selbst, nur ans ihrer Wesenheithervorgcgangcn, untrennbar eins in ihr sind.

Doch so wenig wir, von dem gegenwärtigen Stand unsrer Kennt-nisse und Erfahrungen, die Stufenreihc der Stoffe, Bcwegkräfte,oder Lcbcnsgattnngcn überschauen können, wie sie ans dem Allge-meinsten znm einzelnen Höchsten, von: Formlosen znm in sich voll-endetsten Gebilde, anfsteigcn: eben so wenig ist für uns dasselbevom Erscheinen des seelischen Wesens in zahllosen seelischen Artun-gen möglich. Nur soviel lehrt uns die Beobachtung, daß sich dieNatur, in dieser ihrer Wirksamkeitssphäre, nicht so weitverbreitetäußert, wie in allen vorher bczcichnctcn. Nur ein geringer Theilbelebter Stoffgcbilde ist beseelt; nur Thiere und Menschen aufdem Erdball empfinden und fühlen. Alle andern Schöpfungenstehn und wandeln, gleichsam wie Todtcs; ohne sich selber, oderdas klebrige um sich her zn gewahren; ohne Lust, ohne Schmerz.

Und doch scheint diese Naturmacht, wie jede andre, weiter durchdas unendliche All ansgegoffcn zn sein, als sie sich nnserm blödenBlick im Endlichen offenbart. Jst'S nicht auch das allgegenwärtigeStoffzcngcnde? Sind cs nicht auch die gehcimnißvollcn Bewegkräfte,die vorhanden ruhn, wo keiner unsrer Sinne sic entdeckt, bis sie,