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2 (1853) Welt- und Gottanschauung
Entstehung
Seite
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Im zarten, flüssigen, dottcrartigcn Keim, dem sich irgend eineArtung des Urlcbens angcschlosscn hat, wickelt diese ihre Einhcits-form ans einander, in Aneignung und Verdichtung der Stoffe, mitdenen sic sich nmkörpcrt Ihr gesainmtcs Schaffen, im Erscheinen,ist ein fortgesetzter VerdichtnngSprozcß der non ihr geglie-derten Werkzeuge. Sind diese zur angemessenen Festigkeit gelangt,tritt das Nrlebcn zeugend, ändernd in sich, zu erscheinenden Gleich-artigkeiten der Gattung aus einander. So waltet es unvergänglichin neuen Erscheinungen fort, während die sruhcrn einzelnen Lcbcns-gcbildc dadurch wieder vergehn, wodurch sic wurden, nämlich durchden Vcrdichtnngsprozeß. - Zuerst erstarren, im anhaltendenVerdichtnngSvcrfahrcn, die fester« Bestandthcilc von außen nachdem Innern, welche bisher biegsam und geschmeidig gewesen; dieFasern und Knochen, Stützen und Träger des Flüssigen und Weichen.Mit ihrer Erhärtung verliert die bildende LcbenSmacht die vorigeGewalt über sic; das Wachsthnm in die Länge endet. ES bleibtnur noch Ausdehnbarkeit des Durchmessers übrig, welche endlich,mit fortdauerndem Verdichten der Stoffe, gleichsam ihre Gränzcnfindet. Dann bleiben noch die flüssigen! weicher« Thcile des Kör-pers zum Spielraum der Lebcnsthätigkeit. Aber indem sic ununter-brochen die Bestandthcilc der Fasern und Muskeln, der Zellen,Schlänchcnnd zartesten Geflechte, dichter drängt, in sich verengt,werden den lnstförmigcn und tropfbaren Flüssigkeiten die Wege desUmlaufs, des Vcrdünstens und WicdcreinkehrcnS verrammelt. DasLeben verschließt sich damit selber, in Folge seines unwandelbarenGcsetzthnms, allmälig den freien Verkehr mit der Außenwelt. Eszieht sich von den äußern, verhärteten, spröden Theilcn seinesWerks, immer tiefer in das Innere des Gehäuses zurück; und un-fähig auch dieses, nach abgcbrochncr Verbindung mit dem Draußen,zu erhalten, überläßt cs den ganzen Bau wieder dem wilden Spieleder von ihm nun unbehcrrschbaren Bcwegkräfte. Diese, nicht mebr