durch seine Macht bezähmt, oder abgewchrt, zerstören das Werk,welches sie selber einst, im Dienst des Lebens, errichten halfen.
Dies Entweichen des Lebens, von seinem Stoffgcbildc, wirdder Tod genannt. Nicht die bewegenden Natnrkräfte sterben:sie sind das ewige Acnderndc und Bewegende des Weltalls. Nichtdie Lcbstoffe verschwinden ans der Unendlichkeit des Vvrhandncn.Sic, in Stanb zerfallen, werden verweht, in Atomen aufgelöst,und , ungezogen von andern Artungen des Urlebcns, werden Bc-standtheilc von neuen Hüllen. Was heut ans Erden athmct, ist indie Asche längstvergangncr Psianzen, Thier- und Menschenge-schlechter eingckleidet. — Nicht das Belebende stirbt; es ist derGegensatz des Unbelebten; das Wesende kann sich ja nicht ent-wescn. Die Natnr ist die Fülle des ewigen Lebens in wechselndenErscheinungen ihres Andersseins; nämlich der Welt.
53. <L ch I u ß be nie r k ung.
Was Psianzen, Thierc und Menschen gliedert und gestaltet,ist, wie gesagt, eine und dieselbe Naturmacht; ein und dasselbeUrlcbcn; nur in verschiedenen Abstufungen, Artungen nndWirksamkeitSweiscn (4ö.), in welche cs gegensätzlich ans ein-ander trat. Pflanzen athmcn ein nnd ans; schlafen, wachen, er-nähren sich, zeugen sich fort, wie Thiere nnd Menschen; nur inandrer Weise Bloß, als lebendige Geschöpfe genommen, sindPflanzen in den Boden eingewurzelte Thiere, nnd Thierc sind wan-delnde Pflanze».
Ich habe bisher das Belebende rein, an nnd für sich, betrach-tet, verbunden mit den Stoffen und Bewegkräftcn, welche es,zur von ihm beherrschten Einheit, gliedert; nicht verbunden mitSeele, oder Geist. Nur das Leben lebt; nicht Luft oder Felsen,