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2 (1853) Welt- und Gottanschauung
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mäßigt dabei die verflüchtigende Gewalt der Wärme; Wärme dieverdichtende des Lichtes (4t.).

Dunkelheit und Wärme hinwieder, wenn sie, wie zur Nacht-zeit, vorherrschen, begünstigen mehr das Geschäft der nieder»Lebcnsverrichtungcn und des Innern Wachseins; Verdünnung, Ver-dauung, Verähnlichung der Säfte, Ausdehnung der Gefäße, Keim-cntwicklung und Wiederherstellung, oder Ergänzung des Verletzten.Pflanzen im Schlaf, oder von Dunkelheit nnd Wärme umfangen,werden schwammiger, wässriger, entfärbter; Thicre gedunsener,schlaffer, wcichlichcrn Baues; während beide am Tage, in Lichtnnd Wärme, schlanker, kerniger, gestärkter nnd farbenreicher er-wachsen. Dunkelheit nnd Kälte mit einander verbunden, hemmensich gegenseitig in Erweckung der Lebcnsrcgsamkeit (42.).

Obgleich Tages- nnd Jahreszeiten mit ihrem Mehr oder Min-der des Lichts, der Wärme nnd andrer verwandten Kräfte, dieZustände und Geschäfte des Lebens im Wachen und Schlaf begün-stigen: sind Schlaf und Wachen dennoch nichts weniger, als vonihnen allein bedingte Zustände, sondern aus dem Wesen desschaffenden Lebens hcrvorgegangnc Gcgensätzlichwerdnngcn sei-ner Thätigkeit. Allerdings öffnen viele Pflanzen ihre Blumenkroncn,oder die nächtlich zusammcngefaltctcn gefiederten Blättchen (wieTamarinden, Mimosen n. s. w.), dem wachsenden Tageslicht amMorgen; andre später. Aber sic thun dasselbe auch, und erwachenum dieselbe Zeit, wenn sie, künstlich vom Genuß des Sonnenlichtsausgeschlossen, in tiefster Finstcrniß gehalten werden. Wieder andretreten schon am vollen Tage, zu verschiedncn Stunden, in denSchlummer zurück. Noch andre Wachen, blüh», befruchten sichNachts, und verschließen sich am Tage, wie Nachtviole, arabischerJasmin (M'otaiitlies samdao), die Npctaginccn n. a. m. Ebenso verschlafen mehrere Thicrgattungen den Tag, die aber allnächt-lich wach, auf Nahrung ausgchn, Nester bann und sich begatten.