das Weltall besteht. Und einer jeden Gattung des Lebens, vonder tiefsten zur höchsten hinauf, liegt das Urlcben (-15.), mehroder minder gesteigert, zum Grunde. Es gewältigt und bedingt dieWirksamkcitSweiscn der Stoffe und Kräfte zum Behuf seiner Er-scheinungsart; und wird hinwieder, in seiner eignen Entwickelung,von jenen bcgränzt und bedingt. So gestaltet es andre Gebilde inden Meeren und Süßwassern; andre im Schoos der Erde; andreauf deren Flächen, und im Luftkreis. Es baut feine mikroskopischenund seine riesigen Schöpfungen unter dem heißen Tropcnhimmel,wie auf den gemäßigten Erdgürteln. Selbst in den unwirthlichenEinöden der Polargegendcn wirthct cs; selbst auf dem ewigen Eiseder höchsten Gletscher gliedert es noch seine Einheitsgebilde. Jenegoldgelben, oder karminfarbnen Schncegebilde, die der Reisendein den todtcn Nachbarschaften der Erdachse, oder auf den Firnender Alpen und Pyrenäen, anstaunt, — sie sind Werke des allwal-tenden Nrlebcns; schlammartigcs, saftiges Pstanzenwcsen, gleichblasigen Waffergebilden, welches dem scharfbewaffneten Nngc mitKörnchen, gleich Sonnenstäubchen, angefüllt, erscheint. Es sindEier der Infusorien! Und wie der starre Ban am warmen Sonnen-strahl zerfließt, entwickelt sich eine ganze Welt von beseelten In-fusorien der Gattung Astasia, Bolvor, Gyges, Philodina, Bacci-laria n. s. w., welche, darin umherschwärmcnd, Nahrung undVermehrung ihrer Geschlechter finden; und durch das Eis, in dessenzarten, dem bloßen Auge uncntdeckbaren, Riffen und Spältchcn,wie in krystallenen Hallen, wandeln.
4?. ZeitwciseS Fortwirkc» und Hortschrcite» der Natur in Ent-faltung ihres Andersseins. — Die Trümmer der Urwelt.
Das Verfahren der Natur in der Entfaltung ihres Seins ausihrem Wesen; ihres sich wiederum Gegcnsätzlichwerdens in einemZsch. Sell-stschau. II. 5