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2 (1853) Welt- und Gottanschauung
Entstehung
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schon vorhandncn Gegensatz; des Ausstufcns ihrer Einhcitsschö-pfnngcn non den cinsachstcn Gebilden zn den zilsammengesetztestennnd vollkommensten, ist ein allmäligcs, weil ein endliches oderzeitliches (30.). Seist mich der menschliche Geist wesend das Be-harrliche, Ewige in sich; im Anderssein von sich aber eine Reihen-folge der Gedanken, von den allgemeinsten zu den einfachsten, vonden einfachsten zn den allgemeinsten nach nnd nach ans- und ab-steigend.

Die mosaischen Schöpfnngstagc der Welt mögen Jahrtausendengleich gelten. Denn in der Endlichkeit der Dinge kann das Be-dingte nicht vor der gewordenen Bedingung sein; nnd die Bedin-gung des Einen ist wieder nur ein Bedingtes vom Andern. DasKind ist nicht zugleich mit der Mutter in die Welt getreten; derhohe Eichbaum nicht schon mit voller Größe in der Eichel grünend.Znm Beleben mußte bclcbbarcr Stoff vorhanden sein, welcher denverschleimen Artungen des Urlcbcns verwandt, ihr Erscheinenmöglich machte. Aber diese Gattungen selber sind es, welche denVorrats, des Lebstoffes (organischer, oder vielmehr organisir-barcr Materie) fort nnd fort vermehren- oder ergänzen, indem sicihn, durch ihr Einwirkcn, in seinen Beschaffenheiten ändern, undihn so, als erweiterten Spielraum ihrer Thätigkcit, für nachfol-gende Zeugungen vererben*). Erst allmälig überspinnt das Nrlebenden todten Fels, den Sand, den Grund der Erde und der Ge-wässer mit den einfachsten seiner Schöpfungen. Erst allmälig (weil

") Rach EhrcnbergS Angabe, kann sich unter den Infusorien eine ein-zige Baccillarie, oder Vorticclle, binnen vier Tagen um 110 Billio-nen Geschöpfe ihrer Gattung vermehren, a»S deren Panzcrdecken zweiKubikfuß Erde werden. So rührt auch das Verschlammen vieler See-hafen offenbar von der Vermehrung dieser mikroskopische» Thierchen her.