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2 (1853) Welt- und Gottanschauung
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in auf- und absteigender Linie, übergeht, und die Unendlichkeitder Natur in ihren Wirkungen abspiegelt.

Die Aufhebung alles Gegensatzes, oder Erscheinens, wäre Aus-hebung alles Wirkens der Natur, d. i. ihres Wesens. Dies, un-gedenkbar, ist das unendliche Wirken ein unendliches, d. i. ewigesund allgegenwärtiges, Erscheinen der Natur, als Welt.

Der allgemeinste Ausdruck für das Erscheinen des Wirkensund Aenderus in der Sinncnwelt ist das Wort Bewegung.Ohne Bewegen ist kein Aendern, sondern beharrliches Jnfich-gleichscin; allgegenwärtige, ewige Ruhe.

So wenig wir bis jetzt in der Naturkunde aber die reinen nochunverdichtetcn Grundstoffe kennen: so wenig vermögen wir auchmit Gewißheit die Grundkräftc, als solche, nachzuweisen. Wirnennen zwar ihrer viele. Wir bezeichnen sie, als das Ursächlichevon den Veränderungen der Körper. Alle sind bewegend;alle durch Bewegung einwirkend ( 26 .), alle werden durchBewegung (durch Stoßen, Reiben, Schlagen n. s. w.) erregtund zur Thätigkeit in sich erweckt; in allen offenbart sich einMehr- oder Minder-Verwandschaftliches zu einander; aber wererkennt ihre Ur-Einheit? Wer wagt ihren Stammbaum in allenVerzweigungen zu zeichnen? Wer hat Sicherheit, wenn die Che-mie eine neue Artung des Stoffischcn ausgeschieden zu haben meint,daß diese nicht bloß eine bisher unbeachtete Vereinigung des näm-lichen Stoffes mit andersartigen Bewegkräftcn ist? Oder werverbürgt, wenn der Physiker eine neue Artung der wirkendenKräfte ausgefunden zu haben sich freut, daß er nicht mit der alt-bekannten spielt, die in eine andre Gattung des Stoffischenverlarvt, ihn täuscht?