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Natur irren, so rührt dies nicht von der Ungleichheit ihres undunscrs Gcsetzthnms oder Wesens, sondern daher, daß wir ihreSprache noch nicht ansgelcrnt haben und viele ihrer Wörterfalsch verstehen.
Wäre der Zusammenhang der Dinge, wären Wcltordnung undNaturgang, nur Frucht unsrer eigenen Dcnknothwcndigkcit, alsodaß wir jene Einheit, die wir Vollkommenheit und Zweckmäßigkeitnennen, erst ans uns in das Reich des Erscheinenden hincintrngcn,freilich, dann wäre unsre Erkcnntniß keine Erkenntnis;, sondernTrug; unser Wissen von etwas Andern; außer uns, nur Wissendes, was wir selbst wirkten. Der Zusammenhang zwischen der Na-tur und dem Geiste wäre aufgehoben. Wir würden Götter seinund außer uns Chaos; oder Wohl das wesende Nichts, diessich selbst Widersprechende eines wesenlos Wesenden (25),welches wir in uns zur wundervollen Herrlichkeit entfalten, ge-stalten und ordnen.
Aber der menschliche Geist ist in der Natur; eben darum istdie Natur in seinem Wissen, Eins mit ihr, sind unsre Er-kenntnisse am Ende nur bloße Anerkennungen des Vor-handenen,
Auch der gemeine Menschenverstand aller Zeitalter hat, imWandel der Dinge, jene unwandelbare Ordnung erblickt, der ge-mäß die Veränderungen des Erscheinenden erfolgen. Er nennt csdie allwaltendc Natnrnothwendigkeit; und diese ist wiedernichts anders, als das Gcsctzthum oder Wesen der Dinge, DerNatnrnothwendigkeit steht die unwandelbare Erkcnntniß-noth Wendigkeit gleichartig gegenüber, der gemäß Alles, alsMannigfaltiges und Bewirktes, nach dem Zahl- und Bcschaf-fenheitsvcrhältniß (10.) zu einander steht, und in Einheitund Nrsach znsammcnfällt, — Ohne beiderlei ewige Nothwendigkcitund deren Gleichartigkeit wäre kein Kennen und Erkennen, kein