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2 (1853) Welt- und Gottanschauung
Entstehung
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ein gegenseitiges Einwirkcn beider schlechthin undenkbar. Wir könn-ten nicht absichtlich gewisse Erscheinungen in ihr Hervorrufen, nachihrem eignen Gcsctzthnm, das »nS durch Erfahrung kund ward:sie könnte Hinwider nicht unser Gewußtes sein, durch ihr Erregennnscrs Wissens. Sie also wirkt nothwendig ans uns ein. nichtans unser Gedankliches, sondern ans das in uns denkende Wesen.Wir wirken anderseits auf sie ein, nicht auf ihre Erscheinungen, son-dern auf deren Nr- und Sachliches. Der wesende Geist stehtalso mit dem Wesen in den Erscheinungen im Verkehr. Und ebendurch diesen Verkehr offenbaren sich Geist und Natur, als Urver-wandtes im göttlichen All, als schlechthin Untrennbares, als siebim gegenseitigen Erregen gegenseitig erfüllend und vollendend zudem, was Beide wcsenhaft sind. Denn ein sich unbewußt vorban-dcncs All stände gleich einer Nicht-Vorhandcnhcit da; und einWissen ohne Gewußtes wäre dem Nichtwissen gleich. Der Geist,das Bewußtsein der wesenden Natur, kann dies nur sein, indemdas Gcsctzthnm ihres Wirkens dem Gesetzthum seines Erkennenogleich ist.

Eingekleidct in alle Wirksamkcitssphärcn der Natur, gleichsameine Gesammtnatnr in der Einheit des menschlichen Eigcnganzen.empfängt der Geist alle Veränderungen in diesem, nur als Fort-setzungen des Aendcrns außerhalb desselben. Und die Naturoffenbart ihm durch solche Einwirkungen nicht diese, sondern durchsie, sich selber. Gleichwie das menschliche Wort nicht das Wort,sondern ein Höheres darin, nämlich den Gedanken des Denkers offen-bart: so sagen auch die mannigfachen bewegten Stoffgebilde Höhere?aus, als sic für sich selbst in der Sinnescrrcgnng sind, nämlichdas Wesende, was kein Ang' und Ohr vernimmt. Das Endlichespricht das Unendliche, das Tausendfältige die Einheit, die Erregungden Erregenden im Errcgtgewordcncn ans.

Wenn wir noch hänsig im Urtheil über das Einzelne in der