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täglichen Leben keine große Gefahr durch die Selbsttäuschungdes gemeinen Verstandes, wenn wir die Welt mit der Natur ver-wechseln, das im Sinn Erscheinende mit dem Wesenden, die Wir-kung mit der Ursache, und dasjenige, was wir in uns empfinden,für sachlich so (als Wirkung) beschaffen außer uns vorhandenhalten.
Wie im gedanklichen Vonsich- und Andcrnwiffen unsers Gei-stes die Erfüllung seines wesenden Wissens besteht, so besteht imWissen von der erschienenen Natur sein erfülltes Wissen derwesend vorhandenen Natur, Die sogenannten Eigenschaftender Körper (der Erscheinungen) sind also Wirkensartungen, oderGleichartiges des Nr- und Sachlichen,
22, Verwandtschaft des Geistes mit der Natur, Ilrgesetze desWirkens.
Mit welchem Rechte dürfen wir aber die innere Nothwendig-keit, welche unsre Gedanken regelnd beherrscht, oder das Gesctz-thum unsers Erkennens, auch zum Gesetz und zur gleichen inner»Nothwcndigkeit des Seins oder Wesens von dem machen, wasaußer uns vorhanden wohnt? Könnte nicht im Wesen der Dingeaußer uns ein Zustand möglich sein, welcher ganz und gar nichtsmit unser» Vcrhältnißvorstellungcn von Zahl und Beschaffen-heit, von Ursache, Einheit u, dgl, m. gemein hätte? Kurz, werbürgt für die Gleichheit unsrer Erkenntnißgesetze mit de»Gesetzen, die vielleicht im gehcinmißvollcn Innern dessen walten,das außer dem Geist ist?
Ich könnte cntgcgcnsragcn: Vernichtet sich nicht ein Zweifel,wie dieser, schon durch sein eignes Werden? Indem du alsofragst, dehnst du selber wieder den Gesetzkreis deines Denkens aufdas aus, worauf ihn ausdehnen zu dürfen, du bezweifelst. DuZsch. Selbstschau. II. 3"