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2 (1853) Welt- und Gottanschauung
Entstehung
Seite
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als etwas an sich selber Un gedanklich es, oder daß es nicht Vor-stellung allein sei-

Abcr anderseits ist eben so gewiß, daß die Sinncserrcgnngcnnur in den Sinnen selbst vor sich gehn; daß Bitterkeit und Süßig-keit des Geschmacks und Geruchs erst im Reiz der Nerven empfun-den find; daß die Klänge und Töne nicht außerhalb den Ohren fürsich wandeln, sondern erst inner dem Gehör werden, was sie, alsEmpfindung, sind; daß die Farben Erregtes im Sehstnne sind(wie sie denn auch bei geschlossenen Augen, vermittelst des inncrnoder Leibeslicht, erscheinen können); daß der Schmerz einer Wundenicht im Schwerte liegt, das sie schlug, sondern durch Verletzungdes Lebcnsgebildes im Seelischen geweckt wurde; mit einemWorte: daß alles Gewahrte und Empfundene nicht außer den Sin-nen, sondern inner denselben, wird.

Das Erregende, oder das ins menschliche Eigenganze Ein-wirkcnde, ist wie in, so außer demselben, wesend; und das Er-regte ist nur Anderssein und Gleichartiges des Erregenden. Dahergehn wir Geister mit dem Wesen der Dinge außer uns selberum; wir verkehren nicht mit einer Scheinwelt, nicht einmal mitden Erscheinungen, sondern durch die Erscheinungen (oder Erre-gungen) inner den Sinnen, mit der Natur selber, die in ihrerUnmittelbarkeit unsichtbar, nnhörbar, unertastbar ist, undnur in ihrer Mittelbarkeit Oder vermittelt durch Erregungen desSeelischen) sinnlich dasteht; also das Anderssein ihrer, als Welt.Im geselligen Gespräch verkehren wir nicht mit der Stimme,nicht mit den gehörten Worten, nicht mit den Gedanken des Re-denden, sondern durch Worte und Gedanken mit dem unsichtbaren,unhörbarcn Geist des Redenden.

Da jedoch jede Wirkung das gleichartige Anderssein ihrer Ur-sache, jede Erscheinung ein Abbild des Wesenden, die Welt einAusdruck der Natur in unscrm Bewußtsein ist: so entsteht im all-