Das Polarische in demselben ist die Erscheinung, das AuSein-andcrtrctcn des in sich Gleichen, oder des (in solcher Artung er-scheinenden) Wesenden. Der Nordpol des Magnetes ist in ihmGegensatz, folglich Gleichartiges und Verwandtes des Südpols.Aber er ist dasselbe auch für jeden andern Magnet (als Eigen-ganzes). Sein Nordpol wird daher, im andern, der Gegensatz vondessen Südpol; seine Erregtheit zugleich Erregtheit des Andern.Es ist überall hier die nämliche Kraft in der nämlichen Erschei-nungsweise, wenn gleich unterscheidbar in der Endlichkeit des Ei-genganzen. Die gleichnamigen Pole beider aber (wie der Nordpolund Nordpol) stoßen einander ab, weil sie nicht das Gleichartige,sondern im Wcscnhasten das Gleiche sind, welches in sich nichthöhere Einheit werden kann, als cs schon wcscnhaft ist, und da-her nicht zum Einswcrden, sondern zum Auseinandergehen strebt.Jede Wirkung verharrt aber in beiden Eigenganzcn inner ihrerUrsache. Die verwandten Pole, oder Gegensätze, verharren injedem einzelnen Eigenganzcn (oder einzelnen Magnete), in welchemsie geworden sind. Aber sie rnfcn sich in beiden, als Gegensätz-liches der wcscnhaft gleichen Kraft, hervor.
Das in mir Gedachte, welches ich durch Worte gegen einenAndern äußere, wird damit nicht wesenhaft von meinem Geisteabgeschieden, also, daß cs nicht mehr in diesem wäre; mein vomAndern vernommener Gedanke ist mir nicht von ihm genom-men worden, sondern ist etwas von ihm selber Gedachtes, einGleichartiges des meinigen, durch Erregung seiner eignen Selbst-thätigkeit.
Es findet daher bei den Einwirkungen der Eigenganzenaus einander kein Geben von einer Seite, kein Empfangenvon der andern statt; cs verhält sich dabei nicht das eine thätig,das andre leidend, und keines wird erst, was es nicht schon anssich selber ist.