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2 (1853) Welt- und Gottanschauung
Entstehung
Seite
72
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im Magneten, wie Eigcnstand und Gegenstand im Begrifflichen;wie das Geschlechtliche im Leben; oder Empfindung und Gefühl imSeelischen. Mittelbar verwandt aber ist, was nur durch Zwischen-glieder verbunden werden kann, wie z. B. Ocl und Wasser durchLangcnsal; n. s. w. Eben so lassen sich Verwandtschaften inanfstcigcndcr und absteigender Linie unterscheiden, je nach-dem die Erscheinungen ans einem allgemeiner» Ursächlichen, alsBesonderes, und ans diesem wieder als Einzelnes hcrvvrgegangcnfind, wie das Grün aus dem Blau und Gelb, diese beiden aberans dem znm Farbigen getrübten Lichte u. s. w., oder wie die be-sonder» Vorstellungen nnd Begriffe aus den allgemeiner».

Wir müssen aber in den Erscheinungen der Natur, wie desGeistes, deren wesende oder ursächliche Einheit Wohl unter-scheiden von der bloß scheinbaren Einheit, die nur eine Mi-schung des Erschienenen ist. So bilden Licht und Finsternißihren Gegensatz; ihre scheinbare Einheit nennen wir Farbe.In jeder Farbe ist Mischung von Finslcrniß und Licht. So kennenwir gemischte Gefühle von Lust und Unlust, gemischte Begierdenvon Haß und Liebe.

Eben die Verwechselung der scheinbaren Einheit vermischterWirkungen, mit der unmittelbaren oder wesenden Ursach, istdie Quelle vieler Verirrungen in der Erkcnntniß; desgleichen auchdie Verwechselung der Wirksamkeitssphärcn der Natur, wie desGeistes, beim Ausstichen der Einheiten des sich Gegensätzlichen.So ist z. B. das Nichts ein bloß gedankliches Etwas, näm-lich eine Vorstellung, wodurch der Verstand verneint nnd begränzt.Da das Nichts ein reines Erzcngniß des Denkendenist, also etwasWesenloses: so kann cs kein Sachliches oder Wesendes seinaußer dem Geiste. Wenn man sagt: Gott habe die Welt ans Nichtsgeschaffen, sagt cs soviel, als Gott machte aus dem Begränzcndcndas Unbegränzc, ans dem Wesenlosen das Wesende. Wenn man