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2 (1853) Welt- und Gottanschauung
Entstehung
Seite
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Leben, und dennoch allgewahrcnd in Empfindung dasteht; dannnoch höher auswärts zur Stufe des fich bewußten Geistigen, indessen Gcdankenthum das All des Wesenden und Seienden licht-voll umfangen ruht: welche Vorstellungen, welche Gefühle werdenbeim Anschanen dieser Pyramide der unendlichcn Wirklich-keit in uns wach! Glaubst du, fie sei mit der letzten Stufeabgebrochen, wo die Myriaden der menschlichen Geister ihren Standhaben und mit ihnen vielleicht Geister-Myriadcn der andern Sterne?Soll jene hohe Gleichförmigkeit und Einheit, welche das All desvon uns Gekannten durchherrscht, hier fich plötzlich selber unter-brechen, ohne Vollendung, ohne Fortgang des Gleichartigen zinnGleichartigen?

Wir Geister schauen Wohl in die Tiefe dessen, was unter »nsdrunten weset, bis hinab zum Stoffischen; aber wie weithinauf ist's noch bis znm Gipfel der heiligen Pyramide desAlls,-wo die höchste Entfaltung und Herrlichkeit alles Wesendennur Eins ist? Sternkundige wissen ans dem geringen Theilvon der Bahn eines Kometen den ganzen, ungeheuer» Weg des-selben durch die Himmel zn berechnen; wer berechnet ans der Ent-fernung des todten Stosfischen bis znm wesenden Wissen der Gei-ster, vom Allvcrbreitcten bis znm minder Allgemeinen des, wasin Sterblichen denkt, die Entfernung des Höchsten, von uns hin-weg; des Letzten, von dem Alles ausgeht, und in welchem fichAlles schließt und Einheit wird? Welche Wesen-Reihe» erhebenfich noch zwischen uns und ihm, den die Geister ans Erden Gottnennen; den Gott im All, das All in Gott; das All und Eins?

Ein frommer Schauer dnrchbebt mich unter den Ahnungen desUnaussprechlichen, aber auch ein göttliches Entzücken. Ich bin;auch ich bin ein Strahl Gottes, »nd bin sein, und auch in mirist Gott.