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2 (1853) Welt- und Gottanschauung
Entstehung
Seite
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kennbar. Dennoch steht es hoch über alle erhöht, als das Erclste.Im Licht des Bewußtseins, mit Erkcnntniß und Wahl ausgerüstet,umfaßt der Geist durch den Zauber seines Wesens das All desVorhandenen, in welchem er wohnt; den Kräften der Natur ge-bietend.

Also der Stofs (Materie), dies Abbild der Natur-Sachlichkeit,ist Grundlage und Träger alles Vorhandenen; nur in ihm unddurch ihn allein offenbaren sich die Hähern Wirksamkeiten; in ihmund durch ihn allein die Wunder des Bcwcgcns, des Lebens, desSeelischen und selbst des Geistigen. Dürfen wir erstaunen, wennes Denker gab, welche das Stoffische für allein wirklich hielten;alles Nebrigc etwa nur für Eigenschaften desselben, oder für edlereBlüten und Entwickelungen seiner selbst? Es lag dieser Ansichtein tiefer Wahrheitsschcin zum Grunde, nur faßten fic ihn allzueinseitig ans. Ja, jene Wirksamkcitssphären der Natur sind nurNamen, nur Unterscheidungen, welche der Verstand von denErscheinungen der Natur auf ihr Wesen überträgt. Sie ist insich die untrennbare Einheit. Selbst in ihren Erscheinungen ver-lieren sich bet schärfcrm Beobachten die Gränzlinicn jener Sphären,wie die in einander vcrschwimmendcn und auseinander tretendenFarben des Rcgenbogens. Die den Stoff gestaltende Bcwegkraftgeht in Leben über, das Leben durch das Zucken der Pflanzenfaserund des Muskelreizes in Empfindung; die Empfindung in Sinncs-gewahrung der Seele; der Pstanzentricb in thierischcn Instinkt.

Wenn wir jene merkwürdige in der Außenwelt thatsächlichgegebene Aufstufung alles von uns gekannten Wesenden be-trachten, von der im Stoffischcn erscheinenden Allgegenwart derNatur empor, durch die Bcwegkräftc, bis zur wundcrreichcn Schö-pferkraft der Lebens, welches die Massen der Wcltkörpcr umschwebt;dann von da aufstcigcnd bis zu dem noch wundervoller» seelischenWesen, welches aber noch minder allgemein verbreitet ist, als das