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2 (1853) Welt- und Gottanschauung
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24. Einzelwesen der Eigciiganzcn.

Durch Uebcrtragnng des Unterscheidbaren in den Erscheinungs-weisen der Natur, ans ihr in sich einheitlich Wesendes, bildet derVerstand den Begriff von Wirksamkeitssphären derselben. Ebenaus diesem Wege, und in Beschauung der durch ihre Wirkungensich erfüllenden Natur versteht er erst ihres Wesens Inneres;gleichwie der Geist erst, im Vonsichwisscn, sein erfülltes Sich-wissen wird und sich kennt.

Aber auf die nämliche Weise verfährt auch der Verstand beiUnterscheidung des Besonder» in den begränzten, endlichen Erschei-nungen jener Wirksamkeitsweiscn der Natur.

Wir erblicken in der Außenwelt eine unzählbare Menge ein-zelner Dinge, die jedes als ein Ganzes dastehen, getrennt von denAndern; für sich abgegränzt; in sich vollständig zusammcnstimmend.Jedes derselben stellt gewissermaßen in dieser Einzelheit die überallwaltende Einzelheit der Natur dar. Sie wiederholt sich unaufhör-lich, wie im Weltganzcn, so in jedem, auch im kleinsten Theiledesselben. Wir nennen ein solches für sich und in sich bestehendesvollständiges Einzelne ein Eigenganzes (ein Individuum). JederKrystall, jede Pflanze, jedes Thier, jeder einzelne Mensch bildetsein Eigcnganzes.

Aber die Natur offenbart nicht in jedem dieser Eigcnganzen dieGcsammthcit ihrer verschiedenen Wirksamkeitssphären; wir kennenim Wasser oder Feuer wohl Stoff und Bewegung; aber nicht dasgliedernde Leben. In jeder grünenden Pflanze aber erkennen wir,nebst dem Stoffischcn und den Bcwcgkräftcn, auch das Wirken desLebens. Im Thicre ist zu diesen Wirksamkeitsweisen der Naturauch das seelische Empfinden getreten, und der Mensch, indem eralle allgemeinen Artungen der Naturwirksamkelt in seinem Eigen-