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2 (1853) Welt- und Gottanschauung
Entstehung
Seite
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einheitliches in sich nnd für sich Bestehen, und wiederholt,fort nnd fort, in der zahllosen Mannigfaltigkeit der Eigen-ganzen, die Einheit der wesenden Natur, abgespicgclt imReiche bcr Endlichkeit. Es verbindet, leitet und regelt in jedemder Eigcnganzcn (als einer besonder!,, begränzten Einhcitsar-tung) die Stoffe nnd Kräfte, welche mit denselben vermählt sind.Jedes belebte Eigenganze, jede Pflanze, jedes Thier, jeder Mcnschwird dadurch eine besondere Kleinwelt (Mikrokosmus). Doch nichtso allgemein verbreitet, wie Stoff und Bewegung, erscheint unsdas Leben im cngern Sinne des Wortes. Der Acther er-füllt die Himmel; Licht nnd Schwere wirken durch das Gränzcn-losc, von Gestirnen z» Gestirnen. Aber die Lebenskraft scheintihren Sammelplatz und Spielraum nur auf der Oberfläche desErdballs zu haben, wo sie Gewächse des Pflanzenreichs und dieLeiber der Thicrc und Menschen gliedert. Vielleicht, ja hoch-wahrscheinlich bekleidet sie gleichermaßen die Außenseiten aller übri-gen Wcltkörper mit ihren Schöpfungen. Wie beschränkt stände aberauch selbst dann noch der Wirkungskreis der belebenden Natnrmacht iNnd wäre endlich die gesummte Bevölkerung der himmlischen Räumemit jenen Jrrsterncn, jenen Sonnenfamilicn und Milchstraßen, undderen geregeltem Lauf, ein Werk des All-Lebens: so bliebe nichts-destoweniger der Umfang der Lcbenserscheinungen beengter, alsder von den allgegenwärtig bewegten Stoffen.

Und weit beengter noch, wenn gleich erhabner, stellt sich unsder Erscheinungskreis dar, in welchem sich das Seelische offenbart.Es wohnt dieses nur in den Geschlechtern der Thiere und Men-schen. Wie klein ist die Anzahl der empfindenden, gewahrenden nndfühlenden Geschöpfe, neben der Menge von Pflanzen aller Gattun-gen, welche das lebendige Gewand unsers Erdballs sind!

Noch minder ansgedehnt bietet sich das Reich geistiger Wesendar. Es ist auf nnserm Stern nur im menschlichen Geschlecht er-lisch. Selbstscha». II. 3