hoch und niedrig? Aber müssen wir nicht das Unaussprechlichemit der Hieroglyphe des Endlichen andcuten?
Der todte Stoff (die Materie) scheint nns in der ganzen Reihedes ans der Natnr Hervorgegangcncn das Tiefste zn sein, lieberdenselben erheben sich, ihn beherrschend, die bewegenden Kräftedes Lichts und der Wärme, des Magnetischen und Elektrischen,des Galvanischen und Mesmcrischcn. Der Stoff ist der allge-meine Träger nicht nur von diesen, sondern auch der Trägeralles Lebens, endlich auch des Seelischen und des Geistigen.
Aber, wie er das Tiefste und gleichsam Grundlage alles An-dern ist, nnd Alles nur durch ihn dem Sinn crschcinbar wird, soist er auch im Weltall das Allgcmcinvcrbreitetstc. Er, alsein Abbild der Sachlichkeit (Realität) der Natur (22.) ist inseiner Gränzenlosigkcit der erscheinende Spiegel ihrer Unendlich-keit. Er ist das Allgegenwärtige, wie sie selber, in ihrerWesenheit, das All des Vorhandenen. Möge die Macht der Fern-rohre milliardcnsach verstärkt werden: durch die schweigenden Tiefender Himmel werden ihr immer wieder neue Welträume mit unbe-kannten Sonnen, Doppelsinnen nnd Milchstraßen entgegenschweben.
Wie der Herrscher über den Beherrschten thront aber über denStoff die denselben bewegende Kraft. Sic bindet und schei-det ihn, verkörpert nnd verflüchtigt ihn, und vermannigfaltigt ihnin ewigen Verwandlungen. Diese Kraft ist das einfache nnd all-gegenwärtige Abbild des wesenden Wirkens der Natnr inund zn deren Anderssein. Der Stoff ist in allen Räumen, dieBewcgkrast hingegen erscheint zeitlicherwcisc. Wie der Stoffgleichsam Schöpfer des Raumes, oder, besser wohl, Darstellerdesselben, so ist die Bewegung Schöpferin der Zeit für nns,daß wir beide uns verstellen mögen.
Als höheres Ermächtigen der Bewegkraft erscheint, in derenStoffvcrwandlnngen, das Leben. Dies gibt seinen Gebilden ein