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2 (1853) Welt- und Gottanschauung
Entstehung
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in sich untrennbar. Denn alles Körperliche ist bewegbar; ja eswird erst durch Bewegung unfern Sinnen gcwahrbar. Anderseitswird alle Bewegung erst vermittelst des Stoffischen für uns wahr-nehmbar. Denn eben das Stofsische tst's, was damit für unsereSinne geändert wird. Wir kennen also keinerlei Bewegung, ohneein Bewegtes zugleich.

Hinwieder bildet das scheinbar regellose Fahren der sogenanntenbewegenden Kräfte (Licht, Wärme, Elektrisches», s. w.) einenneuen Gegensatz zu dem, was wir Erscheinung des Lebens nen-nen. Jene, nach dem Gesetz der Abstoßung und Anziehung, lösenzerstörend die vorhandenen Stosfgcbilde auf, oder hänfen anderezusammen; verbinden sic entweder formlos, oder prägen ihnen dasAbbild ihres eigenen inner» Gegcnsätzlichscins (durch Polarität)in starrer Regelmäßigkeit aus. Das Leben hingegen, wie einehöhere Macht, fesselt gleichsam die bewegenden Kräfte, und machtsich dieselben dienstbar, um die allgemeine ewige Einheit derunendlichen Natur wieder im Begränztcn und Endlichenbewegter Stoffe, als ein in sich vollendetes Ganzes hervor-znbilden und zur Schau zu stellen. Jede Pflanze ist für sich, inden mannigfaltigsten Gegensätzen ihres Gcgliedcrs (Organismus),eine Zusammenstimmung der Thcilc zum Ganzen, und eine Ein-heit des Mannigfaltigen gleichwie im Ganzen, so wieder in jeg-lichem Theil der unter sich neue Gegensätze bildenden Wurzeln,oder des Stammes, des Laubes, der Blüthen und Früchte. Abergleichwie der Stoff gewissermaßen Träger seiner ihn bewegendenKraft ist, so ruht auch das Leben wieder ans der von ihm beherrsch-ten und zur Einheit eines Ei gen ganzen (Individuums) gelenk-ten Bewegung der Stoffe. Das Leben ist so untrennbar (in derErscheinung) von den bewegenden Kräften, daß Viele, und nichtmit völligem Unrecht, im Leben nur eine höhere Ermächtigung(Potenzirung) des Allbewcgenden erkennen wollten.