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kennen. Denn alles Erkennen bericht im Bestimmen des Verhält-nisses vom Mannigfaltigen zur Einheit.
22. Wirksamkeits-Sphären der Natur.
Was die Außenwelt in ihrem Schoosc trägt, wie zahlreich undbunt ihre Erscheinungen daliegcn mögen, sondert sich im Gesetz-thum des wesenden Wissens, wie von selbst, aus einander; undordnet sich für dasselbe wieder nach allgemeinen Merkmalen, welcheeine Menge der einzelnen Dinge gemeinsam für die Sinne tra-gen, in gewisse gedachte Einheiten. So unterscheidet schon dasKind, ohne andere Belehrung; so unterschied von jeher der Ver-stand der gestimmten Menschheit die todtcn, in sich ruhenden Stoffevon der Bewegung derselben; und von den leblosen Dingendie lebendige Pflanzenwelt; und von den Pflanzen die mit Em-pfindung begabten Thicre; und vom Thiere den durch Vernunftund Wissen über alles erhöhten Menschen. Schon in der mosai-schen Schöpfungsnrkunde ruft der Jehova zuerst das Licht ins Chaosdes Stosfischen, dann ans demselben die Kräuter und Bäume,endlich die Thiere des Feldes, zuletzt den begcistcten Menschen.
Das uns umringende Weltall umfaßt nichts, was nicht indiese bekannten Begrissseinheiten (Stoff, Bewegung, Leben,Seele, Geist) cingeordnct wäre; vom kindähnlichen Australier biszu dem erster Weisen, Dichter und Künstler hinaus; von der kaumsichtbaren Milbe bis zur alten Mcerschlange; vom moosigen Schim-mel bis zum Adansonicn-Walde; vom Sonnenstäubchen bis zu denSonnenwcltcn in uncrmcßbarcn Himmelsferncn; von der lnftför-migcn Flüssigkeit bis zum harten Diamant und Stahl.
Aber der menschliche Verstand begnügte sich nicht mit dieserThcilnng des Weltalls für die Sinne; ertrug dieselbe Theilung,