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2 (1853) Welt- und Gottanschauung
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wodurch sie in gegenseitigem Verkehr und Verband stehen. Wiewüßten wir von einem Dasein des Draußen, wenn cs sich nicht aufunsre Sinne äußerte?

Siehe," spricht der Zweifler:da sichen wir wieder vor demuralten Räthscl, welches schon lange vor uns so zahlreichen For-schern zu schaffen gemacht hat. Auch sic fragten nach dem Zusam-menhang des Geistes mit der Seele, der Seele mit dem Leibe, 4wsUcberstnnlichen mit dem Irdischen, und wie diese alle ans einanderwirken könnten? Zur Lösung dieses Räthsels fordre ich eine Urge-wißheit der unmittelbaren oder mittelbaren Erfahrung: keine er-fundene Voraussetzung, statt deren ich auch eine andre erfindenkönnte. Ich will nichts von Leibnitzcns vorherbestimmter Har-monie der Substanzen hören; denn ich würde fragen, welcher Gotthat sie uns offenbart? Sage mir niemand mit Malebranche,daß wir alle Dinge in Gott erkennen, worin alles Eins ist, inihm, wie in einem Spiegel des Alls; oder mit dem frommenBischof von Cloyne, daß wir alle Dinge durch Gottes Eingei-stung in uns haben nnd erkennen, denn ich würde, und mit Recht,glaub' ich, fragen dürfen: Wer ist der Gott? Wer beweiset mirseine Vorhandcnheit? Und wie ist die Eingeistung des Gottes imMenschen möglich, oder die Verbindung des Sterblichen mit Gott,daß er in ihm Alles sehe? Ich kenne das dürftige Vcrnnnftmährchenwohl, welches in den Schulen der Wcltweisen erfunden ward, umsich die Möglichkeit eines Zusammenhangs der Seele und des Gei-stes mit der Mäterie, oder dem Stoffe, zu erklären. Die Einenläugneten das Dasein alles Materiellen und sogenannten Sinn-lichen; sic vergeistigten das Irdische, und kannten bloß Reingeisti-gcs und Gedankliches. Die Andern läugneten alles Geistige nndUebcrstnnlichc; ihnen entfaltete sich die gestammte Wirklichkeit ausdem Stoffischcn, und das Denken selbst schien ihnen nur die höchsteBlüte desselben. Andre, weil sie weder das Vorhandensein des