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2 (1853) Welt- und Gottanschauung
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in unfern Sinnen Empfundenen entspricht nothwcndig ein Gegen-sätzliches, Verwandtes und Gleichartiges, welches außer den Sinnenweset, wie es sich abbildlich in den Sinnen dascicnd offenbart.

TO. Die Wirkling ist nicht außer, sondern inner ihrer Ursach.

Dies führt mich zu einer andern Bemerkung.

Eine Nrsach wirkt nicht ans ihre Wirkung ein, son-dern sie bewirkt dieselbe. Der menschliche Geist wirkt nichtauf seinen Gedanken ein, als hätte dieser ein Erstehen für fleh:sondern er bewirkt denselben. Wenn wir im gemeinen Leben vonveränderten Vorstellungen reden: so ist nie Ernst damit gemeint, daßdie Vorstellung selber, wie etwas Unabhängiges vom Geiste, oderwie etwas außer ihm Selbstständiges, abgcändert werde: sondernder Denkende bewirkt, in Bezug auf einen Gegenstand, eine neue,andre Vorstellung. Jeder sogenannte berichtigte, verbesserte Ge-danke ist ein ncugewordener, nicht mehr der gewesene; ist einefrische That des Thätigcn. Selbst die wiederholte Vor-stellung ist an sich nicht die gewesene, sondern eine neue, dergewesenen gleichende. Dies ist Thatsache unmittelbarer Erfah-rung (11.).

Eben so kann umgekehrt eine Wirkung, weil sie ein wesen-loses, d. i. in ihrer Ursach Bedingtes ist, weder für sich selberauf ihre Ursach znrückwirken, noch auf irgend ein andres We-sen, oder auf irgend andre Wirkungen einwirken. Ein bloßer Ge-danke kann für sich selbst, und unabhängig vom Denkenden, wederaus einen andern Mit-Gedanken wirken; noch kann der Geist selbstzur bloßen Wirkung eines von ihm bewirkten Gedankens werden.Kurz, eine Wirkung kann unmöglich die Ursach ihrer selber, odereiner andern Wirkung, oder, was dasselbe sagt, Wirkung aus