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die Emsindnngcn offenbar einem Gesetz unterworfen sind, welchesmit dem Geistes-Gcsctzthnm nichts gemein hat; ja demselben so-gar vielmals widerspricht. Der Ehristnsjünger Paulus deuteteschon diesen Widerspruch an: „Ich habe ein doppeltes Gesetz inmeinen Gliedern!" Im Geiste aber ist Einheit, nicht Zweiheit.Darum betrachtet er auch das Empfundene, oder Seelische,als ein Draußen, welches in ihm erst Gewußtes oder Gedachteswird.
Rechte niemand mit mir darüber, wenn ich fortfahrc, das Gei-stige und Seelische streng zsi scheiden, wie ein schlechthin Geschie-denes und Getrenntes. Ich fahre noch gern fort, einstweilen dieSprache des gemeinen Menschenverstandes, eben unsrer Verständi-gung willen, z» führen, und um die Vermischung und Verwirrunggewisser Vorstellungen abzuhaltcn. Späterhin wird auch dieser Un-terschied fallen, und sich Geist und Seele, selbst Körper und Leben,Alles in das untrennbare und unterscheidbare Eins auflöscn.
Also, auch das im seelischen Empfinden Erregte ist, imstrcngcrn Verstände, außer dem Geiste, der in sich allein daswesende Wissen ist, und nur vom Empfundenen weiß, insofernes im Licht des Bewußtseins, als Vorgestelltes, aufstcigt. Erstdann, wenn Empfindungen, Gefühle und Sinnesgcwahrnngcnin Gewußtes verwandelt sind, werden sie seinem Gcsctzthnmnutcrthan; nicht aber sie selber, sondern nur die Vorstellungenihrer. Empfindungen selber lassen sich vom Geiste weder rufen,noch verbannen; sie gehorchen einem ganz andern Zepter. Darum,ist das Unterscheiden von Geist und Seele Wohl erlaubt.
Inzwischen tragen auch Empfindungen das unverkennbare Ge-präge des Bcwirktwordcnscins, nämlich Mannigfaltigkeit undVergänglichkeit, an sich. Sic deuten dem Geiste damit auf einunbedingtes Beharrliches in ihnen hin, dessen Gegensätzliches sic find.
Alle Empfindungen sind Erregtes im Seelischen, wie es
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