1?. Das sich Ecgciisätzlichwerdc». Das sich dmin Bctwandtc.
Das aus einer Einheit gewordene Gegensätzliche istsich in derselben, als Gleichartiges, das Verwandte. DieAuscinandergeschicdcnheit des Gegensätzlichen kann aber keine un-veränderliche und beharrliche sein; denn das Bewirkte und Wandel-bare ist der Gegensatz des Beharrlichen. So entsteht eine umge-kehrte Weise des Wirkens, ein neuer Gang des Wandelbaren derDinge. Das Gegensätzliche zieht sich einander wieder zurEinheit an, in der cs sich verwandt ist. Das Einzelne tritt indie besondere Einheit zurück, der es entsprang, das Besondere indas umfassende Allgemeine; das Allgemeine in die Einheit des Alls.
Unser Geist, in seiner Wesenheit, in der Ur-Einheit seinerWirkungen, strebt mit gleicher Gewalt, Alles in diese Einheit aus-zulösen, wie er anderseits strebt, ans dem Jnstchgleichcn in dasUnterschetdbaredcs Gegensätzlichen auseinander zu treten. AllesDenken besteht »nr im Scheinen und Wiedercinigcn des Gedank-lichen; im Setzen und Zersetzen; im Sondern und Begreifen; imAuflösen und Schließen; im Kennen des Mannigfaltigen und Er-kennen seiner Einheit.
2?. Welt und Natur.
Der Geist weiß sich nicht in wcltloser Einsamkeit. Er anerkenntdas Dasein andrer Geister. Er kennt urgcwiß und thatsächlichVieles, das er selber nicht ist,, außer sich. Dies Draußen kün-det sich ihm in Sinncsgcwahrungcn, Empfindungen und Gefühlenan. Aber Empfindungen sind keine Gedanken. Der Geist, als dasDenkende, unterscheidet sich selbst von dem, was im menschlichenLeibe das .Empfindende ist und wir mit dem Wort „Seele" (1.)bezeichnet haben. Die Empfindungen erregen im Bewußtsein Vor-stellungen derselben. Näher betrachtet, entdeckt der Geist, daß