Sachliches kann nicht mit sich selber unzusammcnhängcnde Wirkun-gen gewähren, sonst wären sic nicht seine Erfüllung. Ein Wesenkann nicht anders erscheinen, nicht anders sein, als cs weset.
So ist das zweite Sein des Wesenden (das Gedankliche) nichtdas Gleiche von seiner Nrheit, und nicht das Ungleiche, Zu-sammenhanglose von ihm, sondern sein Gleichartiges. JedeWirkung ist also ein gleichartiges Sein ihrer Ursache; allesBewirkte gleichsam das Abbild des Wirkenden, dessen Gegensatzund Anderssein cs ist.
So spiegelt dein wesender Geist sein nrhcitlichcs Selbst in dei-ner Gcdanklichkcit ab; aber als Andres nnd Aenderliches, in wesen-loser Mannigfaltigkeit, davon er in seiner Unmittelbarkeit nicht dasGleiche, nicht das Widerstreitende nnd nicht das Getrennte, sonderndas wcscnhaft Gegensätzliche ist. So sind die Dinge dieserWelt ein Wiedersehen! des Unbedingten; das Endliche ist derWicdcrschcin des Unendlichen. Das Mannigfaltige wird in sei-ner Einheit, das Wandelbare in seiner Unwandclbarkcit, getragen,
Durch die Kenntniß des Gleichartigen einer und derselben Ur-sache (das ist durch Kenntniß der Wirkung) erkennen (7.) wirderen Gegensatz, die Ursache selber. So empfängt der menschlicheGeist im Vonsichwisscn, in diesem Abbildc seines wesenden Wissens,übersinnliche Wahrnehmung seines Selbstes. Und wie Ursache nndWirkung in sich untrennbar Eins sind, so fällt Erkcuntniß undKenntniß im Sich-Wissen des Geistes zuletzt in Eins zusammen,wird Urgewißhcit (6.) seines Selbstes.
Was irgend also uns im Weltall erscheint und als wandelbare,endliche, mannigfaltige Erregung der seelischen Sinne in unser Be-wußtsein tritt, ist das Abbild, das Gleichartige des Ur- nndSachlichen; ist das in der Einheit des Wesenden ihm Gegcn-sätzlichgewordcne, sein andres Sein (8.).
Wenn im Wirken dessen, was da weset, dieses sich selber ge-