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2 (1853) Welt- und Gottanschauung
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nicht nur dcr große Hanfe, sondern auch eine beträchtliche Zahlälterer und neuerer Weltweisen, nichts für wirklich und außerhalbdein Geiste vorhanden hält, als das dnrch die Sinne erfahrne.Man würde Wohl weniger am Dasein Gottes gczweifelt, oder sichnur mit einem bloßen Glauben an Gottes Vorhandensein be-gnügt haben, wenn nicht nur die Vernunft mit Gründen, sondernauch die Anschauung der Sinne dafür gesprochen hätte. Aberich, könnt' ich Gott mit Augen schauen, würde dann erstZweifler an dcr Gottheit werden.

4. Kenntnis;, oder Kunde des Vorhandenen.

Im Allgemeinen dürfen wir wohl sagen, was wir empfinden,das kennen wir auch, als Empfundenes. Aber doch ist nicht übelgcthau, wenn wir Kcnntniß, in engerer Wortbedeutung, nichtmit dcr Empfindung selber verwechseln, sondern damit erst solcheEmpfindung bezeichnen, bei welcher zugleich ein Unterscheidenderselben von einer oder mehrern andern stattfindct. Je vielfachersich das im Sinn Erregte von einem andern unterscheidet, je be-stimmter und deutlicher wird die Kcnntniß.

Nicht dcr Mensch nur, auch das Thier hat Kcnntniß dieser Art.Der Hund kennt seinen Herrn, dcr Löwe seinen Wärter, der Vogelsein Nest. Es ist im Seelischen ein gefühlsweiscs Unterscheidenvom Inhalt dcr Gewährungen; im menschlichen Wissen aber eingewußtes.

Der Unterschied werde nun gefühlt oder gewußt, immer wirddazu ein Vergleichen mehrerer Dinge, oder Inhalte der Empfin-dungen erfordert; sei es solcher, die gleichzeitig da find, oder solcher,die früher oder später bestanden. Durchs Gedächtniß tritt das Ver-gangene wieder in die Gegenwart, und durch dasselbe ist alleindas in dcr Zeit Verschiedene vergleichbar unter sich. Die Thiere