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2 (1853) Welt- und Gottanschauung
Entstehung
Seite
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strcngungen des menschlichen Geistes, das Nebcrsinnliche zu er-gründen, gleichen dem Kreisstng des Käfers, welcher, am Fadenin der Hand des Knaben, ins Weite hinausstrcbt und immer wie-derkchrt, den wannen er kam."

Durch welches Mittel sollten wir zur Gewißheit über Wirk-lichkeit, Beschaffenheit und Dasein dessen, was wir Leben, Geist,Seele nennen, gelangen? Wir können nicht ans uns selber hcr-ausspringcn. Bei jedem Versuch des Sprunges stehen wir jedesmalnur wieder in unsrer Gedankenwelt, Unsere Vorstellungen könnenin sich vernunftgemäß, das ist nothwcndig, währ und richtig sein.Doch das gedankliche Nothwcndige beweist nichts, als sich selber,in uns; nicht aber auch die Wirklichkeit des Gedachten außer-halb der Gedankenwelt in einem Reiche, von dem uns alle Er-fahrung abgcht; oder wäre außer der Gedankenwelt nichts vorhan-den? Wäre Alles, selbst das sogenannte Sinnliche, nur Vorstellung,nichts weiter? Das wäre Empörung des Geistes Wider sein eignesBewußtsein und wahrhaftes Todtschlage» des gesunden Menschen-verstandes,

S. Gewährungen und Wahrnehmungen,

Es ist durchaus nöthig, daß wir, um Mißverständnissen aus-zuwcichcn, mit bestimmten Worten, bestimmte Begriffe paaren,Reinsinnlich ist das, was durch die Sinuc, oder eigentlichin ihnen empfunden wird. Aber man wird dahin auch zählenmüssen, nicht nur was wir als körperlichen Schmerz oder Lustgennßkennen, sondern ebensowohl die Gefühle der Trauer und Freude,Furcht und Hoffnung u, s, w. Denn alles dieses wird unter demNamen Empfindung, in der allgemeinen Bedeutung des Wor-tes begriffen; alles dies ist in uns Acußernng der Seele, undwird wie bei Menschen auch mehr oder minder bei beseelten