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2 (1853) Welt- und Gottanschauung
Entstehung
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eingcbüßt hatte, fand draußen in den lebendigen Ordnungen derErde und des Himmels, ohne schnlgerechte Schlüffe, Alles wieder.

Nur aus einseitiger Richtung des Denkens entsteht Zerwor-fenheit des Geistes mit sich selber. Wodurch irgend immer das Vcr-nnnftgcsetz zur Lüge und die allgemeine Sinnen-Aussage zum Wahn-sinn gcstempelNvcrdcn soll, das kann nie Sache der Menschheitwerden. Es geht in Vergessenheit unter, geächtet vom gesundenMcnsch cnv erstand.

Man kann freilich einwerfen und fragen:welche unumstößlicheGewißheiten haben wir, seit Plato und Aristoteles, im Reichdes Ncbersinnlichen entdeckt? Eine zahllose Menge philosophischerLehrgebäude ward aufgcführt, und stürzte wieder zusammen. UnserWissen blieb Stückwerk. Stehen nicht immer noch bis auf denheutigen Tag, die Schulen der Festglänbigen (Dogmatiker) undZweifellustigen (Skeptiker) einander so feindselig gegenüber, wievor Altem? oder die Schulen derer, die das gcsammtc Weltallvergeistigten, und derer, die alles Geistige zu Eigenschaft des Stof-fes machten? Führen nicht heut noch die offenbarnngsweiscn My-stiker und die strengen Vcrnunftwcisen^ihrcn tausendjährigen Kriegunentschieden fort?"

Vermittelst unsrer Erfahrungen im Gebiet der Naturkunde,haben wir unsre Vorstellungen allerdings geläutert und berichtigt;aber in Rücksicht der Erkcnntniß des Ncbersinnlichen haben wirnoch keinen einzigen Schritt vorwärts gethan. Oder was wissenwir Bestimmteres über das Wesen der Dinge, über das Wesendes menschlichen Geistes, über das Wesen Gottes, als schon dasAltcrthnm wußte? Was wissen wir, Träumereien, Hoffnungen,Vermntbnngcn abgerechnet, von der Unsterblichkeit der Seele, oderauch nur vom Zusammenhang derselben mit dein Körper, oder vonder zweideutigen Freiheit des menschlichen Willens irgend Erweis-bareres, als diejenigen wußten, die vor uns lebten? Die An-