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gen nach Anerkennung ihrer Menschenwürde, ihres Ur-Rechtes,wenn die Nationen zuletzt doch immer unter den Füßen des Ebr-gcizcsund Eigennutzes einzelner Gcwalthabcrzcriretenwcrden sollen?"
„Wahrlich, unter allen Geschöpfen ragt der Sterbliche, alsdas unseligste, hervor. Der Fels, wie die Pflanze, stehen ikrerunbewußt da, und vergehen gefühllos unter der zermalmenden Ferseder Zeit. Sie kennen keine Freude; aber sie sind dafür jammer-los. Das Thier empfindet, neben der Lust, wohl auch den Schmer;des Daseins; aber es lebt doch nur im Punkt der Gegenwart,ohne Leiden um Vergangenes, ohne Zittern vor Künftigem. Nurder Mensch wird von dem, was nicht mehr ist, nnd von dem,was noch nicht ist, zugleich und noch mit dem gepeinigt, was ebender Augenblick außerdem Böses beschwert. Wiegen die Frcndcn-gcnüsse des Lebens Wohl alle Bitterkeiten desselben auf? Wer möchtedoch von der Wiege bis zum Sarge, Alles und durchaus, wie eswar, zweimal hintereinander leben?"
„Die Vernunft ist am Ende die ärmlichste Trösterin, nnd unserBewußtsein eine matte Leuchte. Es ist dies schon oft gesagt wor-den! Das Leben des Menschen ist durchaus nichts, als Nebergangvon einer Gebnrtsnacht zu einer Todcsnacht. Wozu dientihm das Licht des Bewußtseins zwischen beiden? Daß er die Finsterniß hinter sich erblicke, ans der er kam, nnd die Finsternis vorsich, in die er wieder verschwinden wird? —Lieber volles Licht,oder ewige Nacht!"
„Es ist wahr, ich kann beim Fackelschein der Vernunft auch dieDinge anstauncn, die sich daran unterwegs, auf der Wanderungvon einer Nacht zur andern, erhellen. Ja, ich staune es an, diesRäthselreich der sogenannten Wirklichkeit; dies Zanbcrbild auf demNichts gemalt, oder auf einem unbcmcrkbaren Etwas. Ich be-wundere das weite Weltall voller Ereignisse und Gestalten, fürderen Menge, Arten nnd Größen und Zahlen, uns Namen und