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Ucbcrzengnngen auch die der übrigen Welt sein müssen? Auch derParse, der Jude, der Bramme, auch ein Vanini, ein GiordanoBruno, die man der Gottcsverläugnung bczüchtigte, starben fürPorstellnngswciscn, die sie nicht vom Bau des eignen Gedankcn-thumS abrcißcn konnten, ohne diesen ans allen Fugen zu stoßen.Mich dünkt, nicht die Wahrheit, für welche der Märtyrer blutete,' sei das Herrlichste von ihm gewesen, sondern das Sterben sel-ber um Etwas, das ihm höher, denn der Reiz des Lebens galt,und was ihn gegen die Macht der Natur mächtiger, als sie selbst,machte."
„Aber, die Anfechtungen des Zweifels foltern das Menschen-geschlecht nicht erst seit gestern."
„Mag die Sage vom Sündenfall des ersten Paares doch immer-hin aus Gesängen vorsündflntlicher Weltaltcr in die ägyptischenTempel herübergcklnngen sein, oder, andern Quellen entflossen,sich zuletzt unter dem Griffel des israelitischen Gesetzgebers verstei-nert haben; — mag Hiobs Jammer über das Loos der Tugendauf Erden längst vor Salomon und Moses, oder erst unter denThräncnwciden Babylons, gehört worden sein: stets wohnet darinHinweisung, daß der Mensch, beim ersten Jnstch-Erwachen, vollerEntsetzen über den Widerspruch seines innen, Gesetzes mit demGesetz der Natur oder des Schicksals, die Frage über den Ursprungdes Nebels gcthan, welche nachher jedes Jahrtausend wieder nach-scnste."
„Und, in der That, warum werden Muth und Opfer des Ge-rechten gemeinhin mit Dornen gekrönt, während verbrecherischeSchlauheit sich der Umarmungen des Glücks freut? Warum warddemMcnschcnhcrzcndie Liebe gegeben, wenn cs zuletzt doch daranverbluten muß? Warum dem Geiste des Menschen der ewige Durstnach Wahrheit, wenn er zületzt, in Zweifeln vcrgarnt, verzwei-feln muß? Warum allen Völkern auf Erden das sehnsüchtige Rin-