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3 (1859) Erzählungen; Robert Guiskard; Gedichte, Epigramme etc.; Anhang
Entstehung
Seite
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Anmerkungen zum ersten Bunde.

die Dctatlmalerei nothwcndig zu der sehr prosaischen sonst ganz überflüssigenFrage gedrängt wird: wie weit die beiden Schlösser von einander entfernt sind?Dafi Ottokar und Agnes sich in der letzten Zeit nicht gesehen haben, wird zwarspäter, S. 100, motivirt; aber diese Motivirung erfolgt nachträglich, Wohl weildem Dichter sein Fehler erst später einfiel.

S. 39.Daß du mit deinem Ausruf an der Ecke mich äffen willst;" wun-derlich und hart; Sylvester wird als Marktschreier ausgemalt.

S. 42.Der Kranz ist ein vollendet Werk."Weib," wie es im Textsteht, giebt gar keinen Sinn.

S. 48.Daß es mir recht sinnlich bleibe;" der Ausdruck ist richtig, aberprosaisch, weil reflectirl.

S. 112.Um deine Hülfe" lbitte ich)! wiederholt sich einigemal.

S. 117.Bei jener ersten Nacht, die ich am Tage vor des PriestersSpruch dir schenkteeine höchst überraschende Notiz, durch nichts vorberei-tet und auch nichts motivirend; hier hat man den künftigen Dichter der Mar-quise von O., wie auch in der letzten Scene zwischen Ottokar und Agnes.

S. 123.Die sieben Bürger" u. s. w.; eine seltsame Zuversicht nach demVorherigen; überhaupt, warum greift der wilde Nupert nicht sofort an, stattauf verrückten Mordplänen umhcrzuschlcichcn? Aber in dieser letzten Scene sinddie Motive durchweg so verwirrt, daß jede solche Frage müßig ist.

S. 124. Das Bcschwörungslied in der folgenden Scene ist so verdreht,daß man an dem Dichter ganz irre wird.

S. 141.Das Leben ist viel werth, wenn man'S verachtet." Den Kom-mentar enthält der Pariser Brief an Wilhetmine über die Rheinfahrt.

S. 150.Sprich deutlich mit dem Menschen" u. s. w.; der Spruch istaus dem Herzen des Dichters. Das Flickwortauch" finden wir oft, selten sounbequem als hier.

S. 101. Daß die Mutter den Finger ihres KindeS erkennt, setzt den son-derbaren Voraussetzungen dieser Schlußscene, die durch das wahnsinnige Ge-spräch zwischen dem tollen Johann und der Hexe noch in das Gebiet des Learüberspielt, die Krone auf. Wie sticht dieser Ausgang gegen die meisterhaftenBilder des dritten Akts ab!

In einem Brief an seine Schwester, bald nach dem Druck des Stücks ge-schrieben, fordert er sie dringend auf, dasselbe nicht zu lesen: eS sei eineelendeScharteke."