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Fabeln.
1. Die Hunde und der Vogel.
Zwei ehrliche Hühnerhunde, die, in der Schule des Hungers zuSchlauköpfcn gemacht, Alle« griffen, was sich auf der Erde blickenließ, stießen auf einen Vogel. Der Vogel, verlegen, weil er sichnicht in seinem Element befand, wich hüpfend bald hier bald dort-hin ans, und seine Gegner trinmphirten schon! doch bald darauf, zuhitzig gedrängt, regte er die Flügel und schwang sich in die Luft:da standen sie wie Austern, die Helden der Triften, und klemmtenden Schwanz ein und gafften ihm nach.
Witz, wenn dn dich in die Luft erhebst: wie stehen die Weisenund blicken dir nach!
2. Die Fabel ohne Moral.
Wenn ich dich nur hätte, sagte der Mensch zu einem Pferde,das mit Sattel und Gebiß vor ihm stand und ihn nicht anssitzenlassen wollte; wenn ich dich nur hätte, wie dn zuerst, das unerzo-gene Kind der Natur, ans den Wäldern kamst! Ich wollte dich schonführen, leicht, wie ein Vogel; dahin über Berg und Thal, wie esmich gut dünkte; und dir und mir sollte dabei wohl sein. Aber dahaben sie dir Künste gelehrt, Künste, von welchen ich, nackt, wie ichvor dir stehe, nichts weiß; und ich müßte zu dir in die Reitbahnhinein (wovor mich doch Gott bewahre) wenn wir uns verständigenwollten.