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3 (1859) Erzählungen; Robert Guiskard; Gedichte, Epigramme etc.; Anhang
Entstehung
Seite
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blicklichen Schmerzes von der Erde empor. Er druckte sich zwar denHelm in die Augen, und machte, das Antlitz rasch seinem Gegnerwieder zuwendcud, Anstalten den Kamps fortzusetzen; aber währender sich mit vor Schmerz krnmmgebeugtem Leibe auf seinen Degenstützte und Dunkelheit seine Augen umfloß, stieß ihm der Graf sei-nen Flammberg noch zweimal, dicht unter dem Herzen in die Brust;woraus er, von seiner Rüstung umrasselt, zu Boden schmetterte undSchwert und Schild neben sich niederfallen ließ. Der Graf setzteihm, nachdem er die Waffen über die Seite geschleudert, unter einemdreifachen Tusch der Trompeten den Fuß auf die Brust; und in-zwischen alle Zuschauer, der Kaiser selbst an der Spitze, unter dum-pfen Ausrufungen des Schreckens und Mitleideus von ihren Sitzenanfstanden, stürzte sich Frau Helena, im Gefolge ihrer beiden Töch-ter, über ihren thcucrn, sich in Staub und Blut wälzenden Sohn.O mein Friedrich! rief sie, an seinem Haupt jammernd niederkniecnd;während Frau Littegarde ohnmächtig und besinnungslos durch zweiHäscher von dem Boden des Gerüstes, auf welchen sie herabgesunkenwar, aufgehoben und in ein Gefängniß getragen ward. Und o dieVerruchte, setzte sie hinzu, die Verworfene, die, das Bewußtsein derSchuld im Busen, hierher zu treten und den Arni des treusten undedelmüthigsten Freundes zu bewaffnen wagt, um ihr ein Gottes-nrtheil in einem nngerechien Zweikampf zu erstreiten! Und damithob sie den geliebten Sohn, inzwischen die Tochter ihn von seinemHarnisch befreiten, wehklagend vom Boden auf, und suchte ihm dasBlut, das aus seiner edlen Brust vordrang, zu stillen. Aber Häschertraten aus Befehl des Kaisers herbei, die auch ihn als einen demGesetz Verfallenen in Verwahrsam nahmen; man legte ihn unterBeihlllfe einiger Aerzte auf eine Bahre und trug ihn unter der Be-gleitung einer großen Volksmenge gleichfalls in ein Gefängniß, wo-hin Frau Helena jedoch und ihre Töchter die Erlaubnis; bekamen,ihm bis an seinen Tod, an dem niemand zweifelte, folgen zu dürfen.