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3 (1859) Erzählungen; Robert Guiskard; Gedichte, Epigramme etc.; Anhang
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Der Zweikampf.

Fünf Monden darauf lief an Herrn Godwin den Kanzler, demdie Herzogin die ganze Untersuchung der Sache übergeben hatte, dieErklärung von einem Pfeilmacher ans Straßburg ein, daß er einSchock solcher Pfeile sammt dem dazu gehörigen Köcher vor dreiJahren für den Grafen Jacob den Rothbart verfertigt habe. DerKanzler, über diese Erklärung äußerst betroffen, hielt dieselbe mehrereWochen lang in seinem Geheimschrank zurück; zum Theil kannte er,wie er meinte, trotz der freien und ausschweifenden Lebensweise desGrafen, den Edclmuth desselben zu gut, als daß er ihn einer soabscheulichen That, als die Ermordung eines Bruders war, hättefür fähig halten sollen; zum Theil auch, trotz vieler andern gutenEigenschaften, die Gerechtigkeit der Negentin zu wenig, als daß erin einer Sache, die das Leben ihres schlimmsten Feindes galt, nichtmit der größten Vorsicht hätte verfahren sollen. Inzwischen stellteer unter der Hand in der Richtung dieser sonderbaren Anzeige Un-tersuchungen an, und da er durch die Beamten der Stadtvogtci zu-fällig ausmittelte, daß der Graf, der seine Burg sonst nie oder nurhöchst selten zu verlassen Pflegte, in der Nacht der Ermordung desHerzogs daraus abwesend gewesen war; so hielt er es für seinePflicht, das Geheimnis; fallen zu lassen und die Herzogin in einerder nächsten Sitzungen des StaalsrathS von dem befremdenden undseltsamen Verdacht, der durch diese beiden Klagpuukte auf ihrenSchwager den Grafen Jacob den Rothbart fiel, umständlich zu un-terrichten.

Die Herzogin, die sich glücklich pries, mit dem Grafen ihremSchwager auf einem so freundschaftlichen Fuß zu stehen, und nichtsmehr fürchtete, als seine Empfindlichkeit durch unüberlegte Schrittezu reizen, gab inzwischen zum Befremden des Kanzlers bei dieserzweideutigen Eröffnung nicht das mindeste Zeichen der Freude vonsich ; vielmehr, als sie die Papiere zweimal mit Aufmerksamkeit llber-lesen hatte, äußerte sie lebhast ihr Mißfallen, daß man eine Sache,