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3 (1859) Erzählungen; Robert Guiskard; Gedichte, Epigramme etc.; Anhang
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Die Heilige Cäcilie oder die Gewalt der Musik.

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gegen die Richtung wo der Dom stand, geschlendert hatte, sank cszu Dünsten aufgelöst, mißvergnügt murmelnd in Osten herab. Estraf sich, daß da die Frauen von der Treppe des weitläuftigen klö-sterlichen Wohngebäudes herab, in mancherlei Gedanken vertieft, diesdoppelte Schauspiel betrachteten, eine Klosterschwcster, welche vorüber-ging, zufällig erfuhr, wer die unter dem Portal stehende Frau fei;dergestalt daß die Aebtissin, die von einem den FrohnleichnamStagbetreffenden Brief, den dieselbe bei sich trug, gehört hatte, unmittel-bar darauf die Schwester zu ihr herabschicktc, und die niederländischeFrau ersuchen ließ zu ihr herauf zu kommen. Die Niederländerin,obschon einen Augenblick dadurch betroffen, schickte sich nichts destoweniger ehrfurchtsvoll an, dem Befehl, den man ihr angekündigthatte, zu gehorchen; und während die Freundin auf die Einladungder Nonne in ein dicht an dem Eingang befindliches Nebenzimmerabtrat, öffnete man der Fremden, welche die Treppe hinanssteigenmußte, die Flllgelthüren des schön gebildeten Söllers selbst. Daselbstfand sie die Aebtissin, welches eine edle Frau von stillem königlichenAnschn war, auf einem Sessel sitzen, den Fuß auf einen Schemelgestützt, der auf Drachenklauen ruhte; ihr zur Seite auf einem Pultelag die Partitur einer Musik. Die Aebtissin, nachdem sie befohlenhatte, der Fremden einen Stuhl hinzusetzcn, entdeckte ihr, daß siebereits durch den Bürgermeister von ihrer Ankunft in der Stadtgehört; und nachdem sic sich auf menschenfreundliche Weise nachdemBefinde» ihrer unglücklichen Söhne, erkundigt, auch sie ermunterthatte, sich über das Schicksal, das dieselben betroffen, weil es ein-mal nicht zu ändern sei, möglichst zu fassen; cröffnete sie ihr denWunsch, den Brief zu sehen, den der Prädicant an seinen Freund,den Schullehrer in Antwerpen geschrieben hatte. Die Frau, welcheErfahrung genug besaß eiuzusehen, von welchen Folgen dieser Schrittsein konnte, fühlte sich dadurch auf einen Augenblick in Verlegenheitgestürzt; da jedoch das ehrwürdige Antlitz der Dame unbedingtes

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