Die heilige Eäcilie oder die Gewalt der Musik.
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Stuhl niedergesnnken war, was sie daselbst machten, antworteten ihrdie Vorsteher, daß sie bloß in der Verherrlichung des Heilandes be-griffen wären, non dein sie nach ihrem Vergeben besser als Andereeinzusehen glaubten, daß er der wahrhaftige Sohn des alleinigenGottes sei. Sic setzten hinzu, daß die Jünglinge seit nun schonsechs Jahren dies gcistcrartige Leben führten, daß sie wenig schliefenund wenig genössen, daß kein Laut über ihre Lippen käme, daß siesich bloß in der Stunde der Mitternacht einmal von ihren Sitzenerhöben, und daß sie alsdann, mit einer Stimme welche die Fensterdes Hauses bersten machte, das gloria in vxoolsis intonirten. DieVorsteher schlossen mit der Versicherung, daß die jungen Männer dabeikörperlich vollkommen gesund wären; daß man ihnen sogar eine ge-wisse obschon sehr ernste und feierliche Heiterkeit nicht absprcchen könnte;daß sic, wenn man sie für verrückt erklärte, mitleidig die Achselnzuckten und daß sic schon mehr als einmal geäußert hätten, wenndie gute Stadt Aachen wüßte, was sie, so würde dieselbe ihre Ge-schäfte bei Seite legen und sich gleichfalls zur Absingnng des gkortanm das Crncifix des Herrn nicderlassen.
Die Frau, die den schauderhaften Anblick dieser Unglücklichennicht ertragen konnte und sich bald darauf ans wankenden Knieenwieder hatte zu Hanse führen lassen, begab sich, nm über die Ver-anlassung dieser ungeheuren Begebenheit Auskunft zu erhalten, amMorgen des nächstfolgenden Tages zu Herrn Veit Gotthelf, berühm-ten Tuchhändler der Stadt; denn dieses Mannes erwähnte der vondem Prädicantcn geschriebene Brief, und es ging daraus hervor, daßderselbe an dem Projcct, das Kloster der heiligen Cäcilie am Tagedes Frohnleichnamsfestes zu zerstören, eifrigen Antheil genommenhabe. Veit Gotthelf der Tnchhändler, der sich inzwischen verhcira-thet, mehrere Kinder gezeugt und die beträchtliche Handlung seinesVaters übernommen hatte, empfing die Fremde sehr liebreich, undda er erfuhr, welch ein Anliegen sic zn ihm führe, so verriegelte er