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3 (1859) Erzählungen; Robert Guiskard; Gedichte, Epigramme etc.; Anhang
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Der Findling.

That geschehen war; sie fanden ihn noch, da er den Nicolo zwischenden Knieen hielt, und ihm das Dekret in den Mund stopfte. Diesabgemacht, stand er, indem er alle seine Waffen abgab, ans, wardin's Gefängniß gesetzt, verhört und vernrtheilt, mit dem Strangevom Leben znin Tode gebracht zu werden.

In dem Kirchenstaat herrscht ein Gesetz, nach welchem kein Ver-brecher znm Tode geführt werden kann, bevor er die Absolution em-pfangen. Piachi, als ihm der Stab gebrochen war, verweigerte sichhartnäckig der Absolution. Nachdem man vergebens Alles was dieReligion an die Hand gab versucht hatte, ihm die Strafwürdigkeitseiner Handlung fühlbar zu machen, hoffte man ihn durch den An-blick des Todes, der seiner wartete, in das Gefühl der Reue hincin-znschrecken und führte ihn nach dem Galgen hinaus. Hier stand einPriester und schilderte ihm mit der Lunge der letzten Posaune alleSchrecknisse der Hölle, in die seine Seele hinabzusahren im Begriffwar; dort ein anderer den Leib des Herrn, das heilige EiVsühnnngS-mittel in der Hand, und pries ihm die Wohnungen des ewigen Frie-dens an. Willst du der Wohlthat der Erlösung theilhaftig wer-ben? fragten ihn beide. Willst du das Abendmahl empfangen?Nein, antwortete Piachi. Warum nicht? Ich will nicht seligsein. Ich will in den untersten Grund der Hölle hinabsahren. Ichwill den Nicolo, der nicht im Himmel sein wird, wiederfinden, undmeine Rache, die ich hier nur unvollständig befriedigen konnte, wie-der aufnehmen! Und damit bestieg er die Leiter und forderte denNachrichter auf sein Amt zu thun. Kurz man sah sich genöthigt,mit der Hinrichtung einzuhalten und den Unglücklichen, den das Ge-setz in Schutz »ahm, wieder in das Gefängniß zurllckznführen. Dreihinter einander folgende Tage machte man dieselben Versuche undimmer mit demselben Erfolg. Als er am dritten Tage wieder, ohnean den Galgen geknüpft zu werden, die Leiter herabsteigen mußte,hob er mit einer grimmigen Geberde die Hände empor, das un-